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28. Riag 1506 TH Nun waren wir also
in Syrtis, eine merkwürdige Stadt. Beeindruckend erhob sich der Bau
im Felsen, hier mussten Zwerge am Werk gewesen sein. Und doch war es
nun ein Tskrangstadt, alles was ich bisher über Tskrang erfahren
hatte war dies bestimmt kein erstrebenswerter Platz für sie. Ich
schweife ab... Wir verabschiedeten uns von Tsa-dara-Sol und
verabredeten uns für den nächsten Morgen. Sie wollte bis dahin für
unsere Weiterreise sorgen. Wir sahen uns nun vor ein Problem
gestellt. Wir befanden uns in der untersten Ebene dieser Stadt, hier
waren die Docks. Um einen Schlafplatz zu finden mussten wir uns
einige Ebenen nach oben begeben. Man muss sich dies wie einen
Bienenstock vorstellen. An der Steinwand waren überall Eingänge an
denen sich viele kleine Höhlen anschmiegten. Nur waren wir bis auf
einen Ausnahme keine Bienen die einfach dahinschwirren konnten. Was
muss das für ein Anblick gewesen sein, als die Stadt noch voll war.
Namensgeber die zwischen den Ebenen hin und her kletterten, in den
Löchern verschwanden und wieder auftauchten. Damals konnte man
wirklich von einem Bienenstock nun da die Bevölkerung auf einen
Bruchteil gesunken war, sah das ganze beeindruckend leer und
verfallen aus. Nach einer für unsere Gruppe gewöhnlichen
Diskussion beschlossen wir unsere Reittiere zu verkaufen, da eh nur
die Hälfte der Gruppe eins hatten und wir die nächste Zeit auf
Schiffen verbringen würden. Die drei Pferde konnten wir auch schnell
losschlagen nur die große Tundrabestie wollte keiner so Recht haben.
Also landete sie vorerst als Ware in einer verschlossenen
Abstellkammer. Danach begannen wir mit dem schwierigen Aufstieg
an Strickleitern in die Höhe. Das Klettern bekam mir nicht
besonders, ich rutschte mehrfach ab und stürzte einmal ab zum Glück
ohne großen Schaden. Nachdem wir uns die Schlafmöglichkeiten
angesehen hatten, machten wir uns auf den Weg zu einem der
Marktplätze. Wir landeten auf einem kleinen Marktplatz der wie alles
hier erbärmlich und runtergekommen aussah. Valentin hatte schnell
einen größeren Marktplatz erkundschaftet der die Wünsche aller
meiner Kameraden decken sollte. Wir mussten also 7 Ebenen nach
oben klettern. Zum Glück für mich entdeckten wir aber eine Plattform
die so eben auf unsere Ebene schwebte. Neugierig geworden kletterte
ich hinauf und spürte sofort die wahre Luft die sich unterhalb der
Plattform befand. An der einen Ecke der Plattform war eine Konsole
mit einem Hebel angebracht. Nachdem nun alle meine Kameraden die
Plattform betreten hatten, bewegte ich den Hebel in unsere
gewünschte Richtung (nach oben). Als wir uns einen Ebene tiefer
befanden, beschloss ich die Richtung des Hebels zu ändern und siehe
da waren wir auf dem Weg nach oben. In der 10. Ebene angekommen
überraschten und der Anblick zweier, großer Gestalten. Deren Haut
war merkwürdig blas und bläulich, ihre Gewänder dagegen so
farbenfroh, das selbst eine blühende Frühlingswiese dagegen matt
aussah. Unser Schwertmeister Ilaris unterhielt sich ein wenig mit
den Gestalten. Wie sich herausstellte handelte es sich um die
sagenumwobenen Obsidiander. Ich hatte schon viel von ihnen gehört,
ihr Aussehen überraschte mich jedoch trotzdem. Neben solchen
Geschöpfen sah unsere furchtbare Tundrabestie wie ein kleines Ponny
aus. Sie wirkten aber entgegen ihres Aussehens ruhig und gelassen
und auch aus dem Gespräch mit Ilaris spürte man die innere Ruhe von
ihnen. Mein Leben das zum großen Teil schon um war, war für sie nur
ein winziger Abschnitt ihres über die Tausend Jahre hinausgehenden
Lebens. Auf dem Markt kamen dann alle meine Kameraden in Fahrt,
sie kauften Waffen, Tränke, Nahrung und Ausrüstungen, feilschten,
verkauften mit hohem Profit. Das gute an Syrtis schienen die
niedrigen Preise zu sein, doch die Qualität lies sich schwer
einsetzen. Das Aussehen der Umgebung und der Händler selber trug
nicht dazu bei meine Bedenken zu verwischen. Also behielt ich mein
Geld welches durch den Verkauf der Pferde etwas angewachsen war.
Nachdem sich alle ausgetobt hatten, kletterten wir die Treppen hinab, da unsere Plattform gerade von anderen benutzt wurde. Im Bienennest angekommen, betraten wir einen der Gänge. Links und rechts von uns waren kleinere Höhlen deren Boden mit Kies und Müll bedeckt waren. Je tiefer wir in den Berg vorstießen um so ansehnlicher wurden die Behausungen, um so mehr waren aber auch durch Holzverschläge gesichert. Nach etwa 200m betraten wir uns eine der Höhlen. Nach einigen Nächten in der Wildnis und auf harten Schiffsplanken, war dies zwar keine Erholung aber wenigstens hatten wir ein Dach über dem Kopf. Jeder suchte sich also seine Ecke und wir begannen mit unserem abendlichen Programm, als plötzlich mein Blick auf einen unbekannte fiel. Eine hochgewachsener Mensch stand mitten in unserer Höhle, auch die anderen entdeckten ihn erst jetzt. Wie hatte er es geschafft uns so zu überraschen. Noch so in Gedanken hörte ich schon das metallne Geräusch von Schwertern die gezogen wurden. Als plötzlich der Mensch uns sagte er wäre Valentin und probiere gerade einen Zauber aus. Ich war verblüfft und zugleich aber auch enttäuscht das ich nicht die Wahrheit entdeckt hatte. Interessiert untersuchte ich die Illusion und stellte fest das sie nicht nur optischer Natur war. Dies konnte uns bestimmt noch nützlich werden. Kurz vor dem Schlafengehen webte ich den Brief tief in meinen Mantel ein, den ich immer an hatte, mir war nicht sehr wohl. Hier irgendwo in der Nähe hielt sich der eigentliche Empfänger auf und mit dem war wie wir gehört hatten nicht zu spaßen.
29. Riag 1506 TH Am nächsten Morgen
begaben wir uns zu unserem letzten Reittier und zogen los um auch
dieses endlich zu verkaufen. Tsa-dara-sol die wir bei den Docks
erwartet hatten, hatte ein Schiff für Mittag gebucht. Also hatten
wir noch einige Zeit ums uns an verschiedenste Leute zu wenden. Nach
vielen Gesprächen und Verhandlungen erklärte sich dann ein Kapitän
bereit uns dafür eine beträchtliche Menge an Gold zu geben. Da
wir immer noch ein wenig Zeit hatten kümmerten wir uns um unsere
letzten kleinen Wunden. Ilaris fiel kurz vor Mittag dann noch
ein, das er bei unserem gestrigen Einkaufsbummel Seile vergessen
hatte. Also begaben wir uns auf der Plattform wieder nach oben. Wir
fanden drei Händler die Seile verkauften, die anscheinend von sehr
guter Qualität waren. Auf die Frage nach dem Preis erläuterte uns
der Händler, das es für Seile Festpreis gebe, 60 Silber pro Seil.
Das wollte unserem Schwertmeister nicht recht gefallen, als auch der
nächste Händler von diesem Festpreis erzählte gab Ilaris entnervt
auf. Nachdem wir gezahlt hatten begaben wir uns wieder nach unten.
Kurz zuvor fragte ich noch schnell den letzten Seilverkäufer. Unter
der Hand hätte er von uns nur 15 verlangt... Als wir ablegten,
erzählte Tsa-dara-sol uns die Geschichte von dem riesigen Schiff,
welches vor Syrits lag. Angeblich hatte es sich schon bewegt, ich
stellte mir die ungeheuren Mengen von magischem Feuer vor, die dazu
nötig waren. Ein plausibler Grund warum das Schiff meist nur da lag.
Eine Weile nach Verlassen der Stadt, hörten wir auf einmal
unseren Elfkrieger fluchen. Er zeigte uns sein neu erworbenes,
teures Kurzschwert, was nun nur noch an ein billiges Stück Metall
erinnerte. Hätten wir ihn nicht abgehalten, wäre er
zurückgeschwommen und wäre auf dem gestrig besuchten Markt in einen
Blutrausch verfallen. Oder er hätte gemerkt das er nicht schwimmen
kann und wäre ersoffen. Keine der beiden Alternativen wäre uns bei
unserem weiteren Abenteuer behilflich gewesen. Auf dem Schiff
hatten wir wieder genügend Zeit uns auf unsere Disziplinen zu
konzentrieren, also entwickelten wir uns weiter. Inzwischen hatten
alle von uns seit unserer letzten Trennung eine Menge an Erfahrung
gewonnen. Es würde wohl bald wieder Zeit werden einen Lehrer
aufzusuchen. Am Abend entdeckten wir wieder eine dieser
Tskrang-Städte. Nur diese war schon sehr zerfallen und wie uns
erzählt wurde auch nicht mehr bewohnt. Stattdessen diente sie nun
als Pfeiler für eine Brücke, die die Zwerge gerade bauten. Der
Stimmung und den Kommentaren nach zu urteilen gefiel das den Tskrang
überhaupt nicht. Von der einen Seite des Flusses hob sich ein
Baugerüst und die ersten Elemente einer Brücke zu einem der Türme.
Vielleicht gefiel den Tskrang auch nicht das damit ihr Monopol der
Flussbeherschung unter- oder sollte ich besser sagen überwandert
wurde.
Valentin wies uns auf die andere Seite des Flusses hin, da konnte man leicht in die Nacht hinein Stein funkeln sehen. Tsa-dara-sol erklärte uns, das dies der Weg seih den jeder junge Tskrang einmal gehen musste um Erwachsen zu werden.
30. Riag 1506 TH Am nächsten Morgen
begannen wir wieder uns mit unseren Disziplinen zu beschäftigen.
Arwen erzählte uns dann am Abend, das sie die einen Durchbruch beim
Untersuchen der Armschienen errungen hätte. Die Armschienen hätten
die Gabe sich an jeden Träger in der Größe anzupassen. Ich glaubte
sehen zu können wie Valentin aufhorchte. Weiterhin so erklärte sie
war in ihnen wahres Wasser verarbeitet. Die aquamarinfarbenen
Edelsteine in den Armschienen oszilierten schwach. Die Infos für den
Rang 1 wäre die Information des Namens "Braces von Gorm" und das sie
in den Mienen an der Küste des Arasmeeres erstellt wurden. Weitere
Infos waren der Name der Miene "Grüne Miene" und dass das elementare
Wasser gegen körperliche, mystische Kräfte und Elementare
Wassersprüche schütze. Sollte ich einen Faden in die Struktur
weben, aber was war dann mit dem Schutz vor den elementaren
Sprüchen, würde das auch meine eigenen Zauber einschränken. Zu
gefährlich dies auszuprobieren, vielleicht würden wir irgendjemanden
finden der uns dies beantworten konnte.
An diesem Abend kamen wir an einer Schiffswerft an, hier wurden die Schiffe der Tskrang gebaut. Ein wichtiger Ort, der sicherlich auch für die Theraner schon öfter ein Ziel war.
Hinter uns lagen nun 3 Tage an denen wir viel erreicht hatten. Das wir in keinen Kampf geraten war, machte mich weniger traurig als unsere Krieger, denn auf dem noch vor uns liegenden Weg sah ich noch eine Menge Unebenheiten.
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