Das Geheimnis des magischen Siegel

28. Borrum 1506 TH

Als wir erwachten versuchte ich mich wieder um unsere Verwundeten zu kümmern, aber so sehr ich versuchte an Garleen zu denken, ich bekam keine Antwort. Vielleicht hatte ich meine Kräfte doch etwas überstrapaziert. Ich stickte auf einem Tuch etwas die Form von Garleen, während meine Kameraden die Gegend erkundeten. Am Nachmittag war ich soweit, ich hängte ihr Bild auf und benannte diesen Ort "Rettung des Windlings". Leicht spürte ich wie sich die Struktur des Ortes änderte, durch die Benennung hatte ich ihr eine neue Struktur gegeben. Hoffnungsvoll versuchte ich Garleen zu rufen und bekam meine liebgewonnene Antwort, indem mein Herz von Wärme, Glück und Zuneigung durchflutet wurde. Jetzt konnte ich mich wieder den restlichen Leuten widmen. Die ich bis zum Abend auch alle wiedererweckt hatte. Nur bei Radlin, blieb die Bleich in seinem Gesicht so das wir ihn nur noch begraben konnten. Ich war gescheitert und hatte einen Mitstreiter verloren. Auch wenn in mir die Erinnerungen an den Tot von Derrer von Crater wiedergeweckt wurden, war dieses Gefühl nicht vergleichbar. Damals hatte ich einen Kameraden verloren und wusste ich konnte nichts machen.
Hier stand ich nun mit meinen Kräften und vor mir lag der begrabene Radlin, er war gestorben weil ich ihm nicht helfen konnte, obwohl ich die Fähigkeit hatte. Vielleicht hatte ich Garleen verärgert so das sie mir im entscheidenen Augenblick nicht genügend Kraft gegeben hatte. Ich konnte es nicht ändern. Enttäuscht über mich schlief ich ein. Meine Kameraden hatten inzwischen ein wenig die Gegend erkundet und erzählten mir von einer alten Gestalt, die in der Nähe des Sees an einem Lagerfeuer saß. Die Gestalt schien stumm und friedlich zu sein. Um das Lagerfeuer herum waren mehrere Haufen von allermöglichten Gegenständen. Ilaris entdeckte in einem der Haufen ein Schwert, welches sehr elegant aussah. Nach Valentin Untersuchung schien es magisch zu sein, so dass Ilaris versuchte über Handzeichen sich mit dem Alten über einen Tausch zu verständigen. Schließlich einigten sie sich auf den kostbaren Mantel unseres Schwertträgers. Ede entdeckte einen Sack mit Kugeln den er gegen einen Dietrich eintauschte. Als Ede einen der Steine fallen ließ, blitzte der Stein grell auf. Alle begannen nun mit dieses Steinen zu experimentieren, aber es geschah nichts mehr. In einer ruhigen Minute würden wir uns damit noch einmal beschäftigen müssen.

29. Borrum 1506 TH

Wir erwachten und stärkten uns noch ein wenig, die Nacht über hatten wir Wache gehalten, da wir tagsüber den Alten bei unserem Lager entdeckt hatten. Gleichzeitig schien dieser aber auch am Ufer gesessen zu haben wie uns Valentin später berichtete der kurz allein weg war. Also hatte dieser eine Illusion gehabt oder den alten gab es wirklich zweimal. Laut unsere Karte musste die Stelle mit dem Buch hinter dem See liegen, also machten wir uns wieder zu dem alten auf. Ich entdeckte für mich einen schönen Rucksack, den ich gegen meinen Hut eintauschte.
Als wir den See betrachtet hatten sahen wir das dieser links und recht bis an die Felswände reichte. Der Alte hatte ein Boot bei sich liegen, als wir darauf zeigten, zeigte er auf Ilaris Schwert und andere wertvolle Sachen. Wir hatten die Wahl gaben wir ihm eine für unseren bevorstehenden Kampf wertvolle Waffe oder nahmen wir uns das Boot einfach so und brachten ihm es später wieder. Also setzten wir uns in das Boot und begannen zu rudern nur das Boot bewegte sich nicht. Also nahm ich den Strick des Bootes und zog mit Hilfe meines schwebenden Thrones das Boot über den See. Nach 10 min erreichten wir die gegenüberliegende Wand. Einige Windlinghäuser ragten aus dem Wasser empor. Mit Hilfe meiner Himmelsleiter kletterten wir empor zu dem Loch in der Decke. Valentin der schon vorgeflogen war, signalisierte uns das uns nichts Schlimmes erwartete. Das Loch war umgeben von Symbolen, dies mussten Schutzeichen sein, die wohl aber schon lange nicht mehr vor irgendetwas schützten. Durch das Loch kamen wir in eine kleine Höhle in der ein Turm stand. In der obersten Ebene des Turmes war an der Decke eine Tür die fest verschlossen war.
Der Spruch an der Tür schien darauf hinzu deuten das nur ein Namensgeber ohne Makel aber von einem Dämonen gekennzeichnet durch diese Tür gehen konnte. Dies begeisterte und natürlich nicht. Kathleen die Magierin, die auf unseren Wunsch in den astralen Raum schaute sah eine schrecklich, schwarze Gestalt. Ein Dämon war also zumindest da. Aber wie konnte sich einer von uns freiwillige von einem Dämon kennzeichnen lassen. Am Anfang jedes magischen Adepten steht die Belehrung nie Magie zu wirken ohne eine Matrix zu verwenden, denn dies wäre wie ein Leuchtfeuer für die Dämonen. Wie Motten von Licht angezogen, kämen sie dann und würden den jeweiligen magisch kennzeichnen. Und je nach der Intelligenz des Dämonen bedeutet das einen kurzen schmerzvollen oder einen langsamen, quälenden Tot für den Adept.
Aber was war mein Leben gegen das von Tausenden die jetzt bedroht waren, also rang ich mit meiner Furcht und willigte ein. Noch bevor ich fertig war mit Reden, fiel mir Valentin ins Wort. Er meinte ich wäre der wichtigere in der Gruppe und er wolle sich für mich opfern. Dies war eine wirklich große Tat und auch wenn man es diesem kleiner Kerl sonst nicht ansah, in ihm steckte eine wahrer Freund.
Unsere Gruppe schwor einen Bluteid, das keine ruhen würde bis nicht dieser Dämon von unserer Welt entfernt wurden wäre. Daraufhin wirkte Valentin einen Zauber mit roher Magie. Außer das ein leuchtende Kugel erschien, die Valentin wahrscheinlich herbeigezauberte hatte geschah nichts. Kathleen erwähnte das sie keine schwarze Gestalt mehr anwesend wäre. Zumindest dieses Problem waren wir also los. Wir baten Valentin Kathleen zu tätowieren, aber als dieser zu seiner Nadel griff, stockte seine Hand. Er konnte seine Kunstfertigkeit nicht mehr ausführen, irgendein Dämon hatte ihn also gefunden.
Er machte einen guten Eindruck und fast wirkte es so als ob uns die Sache schwerer fiel als ihm. Er flog also zu der Tür und öffnete diese. Ein blauer, wabbernder Nebel erschien durch den er hindurchflog, eine Minute später kam er wieder hindurch mit einem Buch in der Hand. Wir hatten also eine Lösung und ein neues Problem.
Zurück am anderen Ufer stiegen wir mit Hilfe von meinen Himmelsleitern empor zum Ausgang der Höhle, bald sollte wir in der Sicherheit des Schiffes sein.

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