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Liebe Freunde nachdem unser Elementarist seine Sicht der
Dinge wieder sehr überzeugend dargestellt hat. Übernehme ich Ilaris
wieder die Beschreibung der Geschehnisse. Wie immer werde ich dabei
mehr versuchen die Dinge zu beschreiben wie Sie geschehen und nicht
wie ich Sie empfinde, spüre oder mystisch nachvollziehe. Natürlich
kann jedem Mitglied unserer Gruppe freigestellt sein wie es der
Nachwelt die Abenteuer der Plejaden übermittelt. So hört den meinen
Bericht und seht welch grosse Kämpfer wir geworden sind, dass wir es
schaffen ein Schiff mit Tskrang für eine Kiste voll Fisch
einzutauschen........
Noch immer erfüllt von den Worten die mein Gruppeneid auf mich
hinterlassen hatte, wollte ich mich an diesem Abend eher als sonst
von den anderen zurückziehen. Aufgehalten wurde ich jedoch von
unserem Krieger! Orm hatte sich entschlossen der Gruppe beizutreten.
Erneut vollzogen wir das Ritual und mit ernster Miene legte auch Orm
den Eid auf die Plejaden ab. Unsere neue Strucktur um die
wilde Kraft des Kriegers erweitert, wurde spürbar belastbarer.
Ich legte mich alsbald nieder und genoss die Ruhe die ich schon
so lange missen musste während unsere Gruppe durch die Wälder zog.
Kurz danach hörte man an Deck Stimmengemurmel von den Matrosen die
Tsa-dera-sol baten eine Geschichte zu erzahlen. Valentin war noch
munter genug und setzte sich zu den anderen um der Geschichte zu
folgen.
27. Riag 1506 TH Wie er uns am
nächsten Morgen erzählte, warnte Tsa-dera-sol immer wieder vor der
Macht und der Gewalt von Thera und der Rücksichtslosigkeit der
Theraner. Dann erzählte Sie von dem Angriff der Theraner auf die
schwimmende Stadt und wie diese durch eine gewaltige Magie vor der
Vernichtung bewahrt wurde. Interessiert hörte ich dieser Geschichte
zu und beschloss Tsa-dera-sol später noch einmal nach dem genauen
hergang des Kampfes näher zu befragen. Vorerst versorgten wir jedoch
erst einmal unsere Wunden. Diese hatten sich ob der Ruhe in der
vergangen Nacht bei allen sehr gut geschlossen und verheilten
langsam. Im Anschluss an diese Arbeit beschlossen wir unsere
Erfahrungen der letzten Tage in neues Wissen umzusetzen. Ich
beschloss mich darauf zu konzentrieren körperlichen Schaden besser
zu kompensieren. Das sollte bewirken, dass ich mehr Schmerzen
ertragen kann bevor ich bewustlos werde. Da ich als Schwertmeister
immer an vorderster Stelle stehen werde, muss ich auch damit rechnen
eher als alle anderen Verwundet zu werden. Meine Freunde machten es
mir nach und es wurde still auf dem hinteren Deck der „Windeslust“.
Doch unsere Konzentration wurde gestört als sich ein anderes Schiff,
in der Bauart dem unseren gleich, näherte. Beide Schiffe legten
aneinander an und der Kapitän des fremden Schiffes wechselte auf das
unsere über. Dort wurde er von Tsa-dorn-ikha empfangen. Beide
Kapitäne sprachen schnell und heftig aufeinander ein. Leider
verstanden wir nicht was Sie sagten aber das Mienenspiel war klar.
Der Fremde wollte etwas, dass unser Kapitän nicht geben wollte.
Nachdem der Streit, denn das war es inzwischen, immer lauter wurde
drohte der fremde Kapitän unserem mit der Faust und wechselte wieder
auf sein Schiff über. Daraufhin trennten sich die beiden Schiffe
wieder und bezogen durch den Fluss getrennt Position einander
gegenüber. Auf unserem Schiff brach fast eine Panik aus und es
gelang uns einen Matrosen festzuhalten um einige Fragen zu stellen.
Atemlos warf der uns als Information hin, das es sich um den Versuch
handelte einen Wegzoll zu verlangen. Dies sei jedoch seit einiger
Zeit auf dem Schlangenfluss nicht mehr üblich, so dass sich unser
Kapitän zum Kampf entschlossen hatte. Er fügte jedoch noch hinzu
wenn wir verlören müssten wir für 1 Jahr und 1 Tag Dienst als
Sklaven auf dem anderen Schiff tun. Derart motiviert bezogen wir
sofort verschiedene Stellungen auf dem Schiff um die Verteidigung zu
Unterstützen. In diesem Moment feuerte unser Kapitän den ersten
Schuss ab. Leider verfehlte er jedoch den Gegner um ein gutes Stück,
ich schreibe dies der Panik unserer Mannschaft zu, denn auf 30 Meter
an einem Schiff dieser Grösse vorbeizuschiessen ist fast schwerer
als es zu treffen. Der Gegener beantwortet diesen Schuss sofort und
hatte zweifellos den besseren Schützen an der Kanone da dieser
Treffer unser Schiff am Bug traf und ein paar der dort wartenden
Tskrang traf. Diese fielen Augenblicklich um und schrien um Hilfe.
Ich eilte nach vorn um näher am Geschehen zu sein. Nun versuchte
es unser Kanonier zum zweiten mal und traf das andere Schiff im
hinteren Teil. Auf die Ferne konnte man feststellen, dass auch dort
einige Tskrang Schaden nahmen. Während ich noch überlegte was am
besten zu tun sei schleuderte Valentin einen Blitz in die
Decksaufbauten des Gegeners. Leider gelang es ihm nur einen kleinen
Teil einer Plane zum brennen zu bringen und die Matrosen des anderen
Schiffes konnten den Brand schnell löschen. Pyco konzentreirte sich
kurz und zielte dann mit zwei steinen auf die Gegnerische Kanone.
Erstaunlicherweise traff Pyco mit den zu einer Eisbola angewachsenen
Steinen die kanone genau in das Rohr und verursachte dort eine
beachtliche Explosion. Ein Teil des Decks wurde an dieser Stelle
weggerissen und ein paar der in der nähe stehenden Tskrang fielen
um. Ich erinnerte mich, dass ich in der Lage war andere Menschen mit
meiner Stimme zu beeinflussen und schrie dem Kapitän des
gegnerischen Schiffes zu, dass er mit seiner schwachen Mannschaft
lieber verschwinden soll bevor es zu spät für ihn ist. Das brachte
ihn so in Rage, dass er sinnlose Befhle umherschrie und sein
Steuermann sinnlose Manöver unternahm. Dennoch gelang es dem
Steuermann das Schiff so zu drehen, dass die andere Kanone in unsere
Richtung zeigte. Unmittelbar darauf feuerte die Kanone auch und traf
uns nahezu mittig und verursachte einen mittleren Schaden. Zum Glück
wurde von meiner Gruppe keiner verletzt. Ich drehte mich wieder um
und beobachtete die Aktionen der beiden Schiffe weiter. Erneut
versucht Valentin einen Blitz zu schleudern und erreicht diesmal,
dass sich ein grosser Stapel Material an Deck entzündet. Eigentlich
nicht schlecht wenn man ein lebendes Streichholz in der Gruppe hat
dachte ich mir. Fast Gleichzeitig wirft Pyco eine weitere Eisbola
diese verkommt jedoch zu einem kleinen Schneeball der keinen Schaden
anrichtet. Erneut schreie ich den Piraten zu aufzugeben oder Sie
würden vernichtet werden. Diesmal konzentrierte ich mich dabei auf
den Steuermann des Schiffes in der Hoffnung er würde das Schiff auf
Grund setzen. Doch unser eigener Kapiän zerstörte meine Hoffnung
indem er beide schiffe in einem, zugegebenermassen elegantem,
Manöver längsseits brachte. Von beiden Seiten wurden sofort
Enterhaken geworfen um beide Schiffe aneinander festzumachen.
Orm und ich verloren keine Sekunde und versuchten mit dem nächst
greifbaren Seil auf das andere Schiff zu kommen. Leider misslang
dieser Versuch bei Orm der mit grossem Schwung an die Decksaufbauten
prallte. Geistesgegenwärtig konnte er sich jedoch festklammern und
kletterte zum Steuermann auf die Decksaufbauten. Lädiert wie er
aussah vermute ich hatte er demnächst keine Lust auf siolche
Luftakrobatiken. Ich hingegen muss wohl auf einem feuchten Stück
Holz ausgerutsch sein, denn ich gelangte sicher auf das andere
Schiff, rutsche jedoch dort aus und fiel zu Boden. Von dort aus,
konnte ich sehen wie Tsa-dera-sol mit einem wilden Schrei ihren
Umhang lüftete und darunter ein prächtiges Gewand zum Vorschein kam,
fast noch schöner war anzusehen wie Sie mit einem Breitschwert in
der einen und einem Kurzschwert in der anderen Hand einen wahren
Tigersatz volführte und auf das andere Schiff überwechselte. Der
erste Tskrang der ihr im wege Stand wurde auch sogleich von iherer
Klinge niedergestreckt. Pyco schleuderte erneut seine Eisbola und
traf einen der Tskrang mit grossem Erfolg. Dieser Gegner legte sich
ebenfalls sofort hin und regte sich nicht mehr. Nachdem ich wieder
auf den Beinen stand griffen zwei der Tskrang meine Position an. Der
erste lief genau in meine Riposte und kam nicht mehr hoch. Der
zweite jedoch nutze den Moment der Ablenkung und unterlief meine
Deckung. Dabei versetze er mir einen sehr empfindlichen Schlag.
Dieser Schlag raubte mir für einen Moment den Atem und ich fiel
rückwärts zu Boden, da dieser Schlag doch schmerzhafter war als ich
zugeben wollte. Wieder konnte ich beobachten wie Tsa-dera-sol
ausserordentlich elegante Angriffe gegen die fremden Tskrang führte,
und wäre die Lage nicht ernster hätte ich Beifall geklascht. In
diesem Moment hörte ich eine seltsame Stimme die mir zurief:“Der
Kampf ist verloren! Rettet euch, springt ins Wasser“...Verwirrt sah
ich wie zwei unserer eigenen Matrosen und einer der fremden sich
Hals über Kopf in den Fluss warfen. Nach den anderen suchend
bemerkte ich wie an unserer jungen Elfin gleich vier Gegner ihr
Glück versuchen wollten. Daher sprang ich auf und eilte zu Ihr
hin...doch noch während ich lief gab der Kapitän der Gegner auf und
kapitulierte. Wie sich herausstellen sollte, kämpfen Tskrang
niemals bis zum Tod sondern immer nur in einer Art
„Showkampf“gegeneinander. Der Gewinner ist also wer zuletzt noch
steht. Komische Sitten muss ich sagen. Als einzige Vergeltung muss
der Unterlegene den 1,5-fachen Preis zahlen den er ursprünglich
eingefordert hatte. Die beiden Kapitäne fingen dann auch gleich
wieder an zu streiten und wie sich zeigte hatte der andere das
geforderte Gold nicht und ließ daher aus dem Laderaum eine grosse
Kiste an Deck unseres Schiffes bringen. Sichtlich erfreut ließ unser
Kapitän von dem anderen ab und kehrte wieder auf unser Schiff
zurück. Währenddessen half ich den Matrosen die sich der Schlacht
durch Wassersport entzogen hatten, aus dem feuchten Element indem
ich Ihnen ein Seil zuwarf. Ein Blick auf meine Kameraden zeigte mir,
dass ich mir keine Sorgen zu machen brauchte. Orm steckte sichtlich
enttäuscht sein Schwert wieder zurück. Pyco lief geschäftig um die
Verletzten herum und Arwin kehrte wieder auf unser Schiff zurück.
Nur Ede konnte ich nicht entdecken doch darum machte ich mir keine
Sorgen, denn der würde auch sicher wieder auftauchen. Der
Kapitän unseres Schiffes bedankte sich sehr herzlich bei mir für die
reife Leistung während des Kampfes und bat mich und die Gruppe am
Abend zu einem kleinen Fest zu kommen welches er anlässlich des
Sieges über den Feind geben wollte. Im Namen meiner Gefährten
bedankte ich mich un d sage unser kommen zu. Den restlichen Tag
verbrachten meine Freunde und ich damit, die Erlebnisse der Schlacht
in unsere Talente zu verarbeiten. Wie zuvor auch schon versuchte ich
meine Empfindlichkeit für Schmerzen zu senken. Nach schier endlosen
Stunden der Konzentration fühle ich, wie mich ein frischer Strom an
Lebensenergie durchströmt. Fast schien es als ob ich den Tod besiegt
hätte, der sich nun ein Stück von mir entfernen müsste. Erschöpft
sah ich in die Mienen meiner Freunde die ähnlich zufrieden
dreinschauten und jeder für sich ein wesentiches Stück seiner
Talente weiterentwickelt hatte. Kurze Zeit später setzen wir uns zu
den anderen Tskrang und der Kapitän ließ die Kiste öffnen. Wir
erblickten sehr unappetitlich anzusehende Fische. Jedoch muss man
sagen rochen diese Fische ganz vorzüglich. Ich störte mich also
nicht weiter an dem Aussehen und holte mir einen solchen Fisch um
ihn genau wie die Tskrang zu essen. Erstaunlicherweise war der
Geschmack ganz hervorragend und ich erinnerte mich, dass ich gerade
eine köstliche Spezialität verspeiste für die reiche Einwohner
Barsaives gern ein ganzes Stück Gold bezahlten. Tsa-dera-sol
erzählte nun wieder eine Geschichte in der es um den Versuch der
Theraner ging das Rezept für die Herstellung eben dieser eben
verspeisten Köstlichkeit ging. Natürlich wurden die Theraner besiegt
durch die Hartnäckigkeit der Tskrang. Während ich der Tskrang
lauschte und ich mich erinnerte welch grossartige Kämpferin Sie war
dachte ich, dass Wir Sie bei unserem Auftrag um Hilfe bitten
sollten. Dem verständigsten unserer Gruppe machte ich diesen
Vorschlag und fand Zustimmung mit Vorbehalten. Also ging ich hin und
bat Tsa-dera-sol um ein Gespräch etwas abseits der anderen Tskrang.
Sie folgte mir sofort und ich eröffnete Ihr, in welchem Auftrag wir
unterwegs wären. Zunächst wollte Sie meinen Ausführungen keinen
Glauben schenken und stellte mir viele Fragen. Jedoch schien ich Sie
mit der Zeit zu überzeugen, dass wir Omak Bastabus nur zufällig
kennengelernt hatten und mit Ihm und Tsa-moi-ka nichts zu tun hatten
und auf dem Weg waren um Troal, vor einer drohenden Gefahr aus Thera
zu warnen.
Tsa-dera-sol bat den Brief sehen zu dürfen den wir versehentlich geöffnet hatten. Diese bitte wollten meine Kameraden zunächst nicht erfüllen. Nach einer kurzen Debatte baten wir unsererseit Tsa-dera-sol um ein paar zusätzliche Informationen. Zögernd kam Sie unserer Bitte nach und erzählte uns, dass Omak Bastabus und Tsa-moi-kra wichtige Eckpunkte im Spionagenetz der Theraner in Barsaive wären. Das könne Sie aber trotz aller abgefangen Nachrichten nicht beweisen. Daher beobachte Sie und Ihre Gruppe alle verdächtigen Personen in Barsaive. Beruhigt ob ihrer ehrlichen Auskünfte ließen nun auch meine Freunde ihre Bedenken insoweit fallen, dass Sie den Brief zumindest vorlasen. Tsa-dera-sol zeigte während Pyco den Brief verlass starke Emotionen. Im Anschluss bat sie uns ihr den Brief zu überlassen um ihn in der schwimmenden Stadt der Shivalahalla zu zeigen und das weitere Vorgehen zu beraten. Dies lehnten wir jedoch mit dem Angebot ab, Sie in die schwimmende Stadt zu begleiten und den Brief höchstselbst zu überbringen. Tsa-dera-sol war darüber sehr erfreut, da Sie nach eigener Aussage in Barsaive nach guten Kämpfern sucht die für die Schwimmende Stadt, die Shivalahalla und natürlich für den bestand Barsaives bereit sind teilweise gefährliche Aufträge auszuführen. Also vereinbarten wir in Syrtis gemeinsam nach einem anderen Schiff zu suchen welches uns in die schwimmende Stadt bringen sollte. Zum Schluss fragte ich Tsa-dera-sol, ob Sie eine Schwertmeisterin sei. Dies gab Sie zu und entschuldigte sich am Beginn underer Bekanntschaft nicht die ganze Wahrheit erzählt zu haben. ich fragte Sie wie es käme, dass Sie zwei Disziplinen folgte. Sie erzählte zu Beginn ihres Adeptenlebens hätte sie versucht als Troubadur durch Barsaive zu streifen. Doch schon bald hätte Sie bemerkt, das dies Ihr Leben nicht völlig mit Leben füllen konnte und begann einen Meister zu suchen, der bereit war Sie als Schwertmeister auszubilden. Heute sei Sie eine bessere Schwertmeisterin als Troubadurin, bedauere aber die zweigleisigkeit keineswegs. Ich bedankte mich für diese Informationen und verabschiedete mich mit dem Hinweis auf die späte Stunde.
28. Riag 1506 TH Nach einer für
mich unruhigen Nacht wachten meine Kameraden und ich erfrischt auf.
Pyco und Valentin halfen mir bei meiner Wundversorgung, da ich noch
starke Blutungen hatte von unseren letzten Gefechten.
Etwas später zogen wir uns wieder zurück um unsere Talente zu verbessern. Dies dauerte wieder einen ganzen Tag und als wir uns aus der Konzentration lösten lag Syrtis bereits voraus. Ich muss sagen ein beeindruckender Anblick war das schon eine Stadt komplett in Fels gehauen zu sehen. Wir steuerten direkt auf eine Höhle am Fusse des Berges zu. An der Einfahrt zu diesem natürlichen Hafen lag ein Schiff vertäut wie ich in meinem Leben noch keines gesehen hatte. Es war mehrere Etagen gross und solchermaßen mit Waffen beladen, das ich bezweifelte es könne sich von der Stelle bewegen. Kurze Zeit später ertönten laute Rufe auf Deck und wir legten in Syrtis an. Der Kapitän kam noch einmal kurz zu mir und bedankte sich erneut für die Verteidigung seines Schiffes und wünschte uns alles Gute. Ich erwiederte die Wünsche und verabschiedete mich freundlich von dem Kapitän der uns auf diesem Stück unserer Reise begleitete.
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