|
Wie schon Ilaris berichtete waren
wir in der Stadt angekommen und begaben uns in ein Wirtshaus. Dort
gingen wir dann alle für drei Wochen getrennte Wege. Ich weis nicht
ob die anderen sich während der Zeit begegneten. Ich sah keinen von
ihnen, aber dazu später mehr... Ich begab mich an diesem Abend also
auf den Weg durch die Stadt, man konnte die Elemente hier viel
deutlicher wahrnehmen. Hier musste große Macht sein, wie ich später
erfuhr sogar mehr als ich mir vorstellen konnte. Ich hatte
beschlossen die in der Stadt verteilten Türme aufzusuchen. Als
erstes führte mich mein Weg zu einem Turm der von unten bis oben mit
einem Gewülst umgeben war, dies schlängelte sich wie eine Spirale um
den Turm. Ein Namensgeber erzählte mir dies seie der Turm des
Wassers. Er war bis oben hin mit Wasser gefüllt. Er war merkwürdig
anzusehen, aber passte sich doch die Umgebung ein. Der Wiederspruch
vom festen Stein und dem beweglichen Wasser schien in seiner
Gegenwart aufgehoben zu sein. Nach einer geraumen Zeit ging ich
weiter, ich kam durch verschlungene Wege durch eng aneinander
gebauten 2-3 geschössigen Häusern zu einem tieferen Graben. Er
teilte an dieser Stelle die Stadt. Unten lagen Boote und man konnte
die beschäftigten Tskrang sehen. Über die in der Nähe
befindliche Brücke gelangte ich zur anderen Seite und zum nächsten
Turm. Dieser war als Turm kaum zu erkennen. Es sah so aus als hätte
man versucht ihn unter einem riesigen Berg Erde zu verstecken. Die
Harmonie zwischen der Erde und dem Stein wurde hier deutlich zu
Schau gestellt. Hier bewegte sich nichts und hier konnte auch nichts
bewegt werden. Dieser Turm würde fast allem stand halten,
wahrscheinlich ... Nach einem weiteren Spaziergang gelangte ich
an einem Turm an dem eine aufgemalte Flamme auf dessen Bedeutung
hinwies. Hier befand sich auch ein Tor am Turm. Ich fragte einen
anwesenden Namensgeber ob man diesen Turm denn besichtigen könne.
Doch dieser verneinte das und meinte nur Schülern der
Elementaristenschule wäre der Zutritt gestattet. Außerdem erzählte
er mir das in diesem Turm ein mächtiger Feuerelementar wohnen würde.
Also setzte ich meinen Spaziergang fort. Der nächste Turm war
aus gewaltigen Steinen gebaut die sich in einiger Höhe über dem
Boden, fliessend in Holz überzugehen schienen. Und sich dann in
einem Baum mit gewaltiger Krone zu verwandeln. Auch hier war ein Tor
am Turm und dieses war auch fleißig in Verwendung. Also trat auch
ich ein und stand in einer großen Halle mit 5 Ecken. Jede Ecke des
Raumes endete in einer Tür. Ganz am Eingang war ein Pult mit einem
beschäftigt aussehenden Tskrang. Dieser erklärte mir auf Nachfrage,
das dies die Elementaristenschule wäre. Nach einem kleinen Gespräch
hatte ich erfahren das ich hier auch unterrichtet werden würde, für
nur 300 Silber würde ich in zwei Wochen das Aufsteigen in den
nächsten Kreis bewältigen. Anschließend könnte ich noch einen
einwöchigen Kurs für 200 Silber über das Verzaubern von Gegenständen
buchen. Diese Fähigkeit würde Elementaristen des 3. Kreises gelehrt.
Nachdem ich beide Lehrgänge gebucht bei Tsa-del Orka gebucht hatte,
verlies ich glücklich den Turm. Ein letzter Turm lag noch auf
dem Weg ins Wirtshaus. Er wurde weit oben von einer Wolkendecke
umschlossen. die sich aber nur um den Turm aufzuhalten schien. An
einer aussen um den Turm herumgehenden Treppe erklomm ich den Turm.
Kurz unter der Wolke führte eine Tür in den Turm hinein und die
Treppe setzte sich innerhalb des Turmes fort um kurze Zeit später in
einer Aussichtsplattform um den Turm herum zu enden. Man konnte von
hier oben die komplette Stadt überblicken. Auf der Plattform
befanden sich mehrere Liegen, wovon zwei auch besetzt waren. Ich
legte mich auf eine andere und schloss die Augen und auf einmal
befand ich mich 20 Meter oberhalb meiner ursprünglichen Position.
Ich schwebte einfach in der Luft, schnell versucht ich zurück zum
Boden zu kommen und siehe da ich schwebte auf diesen zu. Etwas
beruhigt versuchte ich hin- und herzufliegen immer bedacht nie zu
weit den Boden unter mir zu verlieren. Es war ein komisches aber
zugleich auch ein wunderbares Gefühl. Nach einiger Zeit öffnete ich
meine Augen und befand mich wieder auf der Liege. Im Wirtshaus
angekommen, traf ich meine Kameraden. Ich gesellte mich zu ihnen und
erzählte ihnen von dem Turm der Luft und das sie dies unbedingt mal
ausprobieren sollten. Außerdem bat ich Valentin mir 5 Gold zu
leihen, um meine teure Ausbildung auch bezahlen zu können. Am
nächsten Morgen befand ich mich pünktlich um 7 Uhr im Turm des
Holzes. Tsa-del-Orka war schon anwesend und begrüßte mich. Mein
Lehrer stellte sich als Tsa-del-Krotta vor. Er ging mit mir zu einer
der Ecken und ging eine Treppe nach oben um dann in einem Raum zu
verschwinden. In seinem Raum befanden sich Unmengen von Büchern,
Gläsern und Flaschen mit den wildesten Flüssigkeiten. Wie er mir
erzählte war dies sein Büro und Alchimistenlabor zugleich. Am 1.
Tag der Ausbildung lies er mich von meinen Erfahrungen und
Erlebnissen berichten. Er ging auf einige Dinge ein, stellte Fragen
oder nickte nur. Die restlichen Tage der Woche unterhielten wir uns
über meine bestehenden Talente. Es war eine anstrengende Zeit und
ich hatte zwar noch nichts neues gelernt, aber ich verstand vieles
immer besser. Hatte ich bisher manche Sachen nur gemacht weil es mir
möglich war, verstand ich jetzt was dahinter ablief, warum es also
möglich war. In der zweiten Woche lernte ich die neuen Talente
und Zauber des neuen Kreises. Bis auf zwei Zauber gelangen mir auch
alle gelehrten. Schade das einer der misslungenen Zauber das
Reparieren von Waffen war, dies hätten wir bestimmt ab und zu
gebraucht. Die neuen Talente und Zauber werdet ihr noch im Verlaufe
der nächsten Wochen kennenlernen, deshalb möchte ich jetzt hier
nicht drauf eingehen. Eines vielleicht noch, als Zusatzmöglichkeit
konnte ich für 50 Silber einen Zauber aus dem vierten Kreis lernen.
Die dritte Woche begann, ich hatte meine Kameraden nicht zu
Gesicht bekommen, da ich sehr früh aufstand und spät Abend erschöpft
zurückkam. Aber ich war auch glücklich über das erreichte und freute
mich schon bald sie wieder zu sehen. Ich begab mich also wieder zur
Schule und hier erwartete mich ein neuer Lehrer für den zweiten
Kurs. Es war einer der großen Obsisdianer. Er stellte sich als
Yhlmann vor. Am 1. Tag gingen wir die 5 Türme besichtigen. Als
erstes erreichten wir den Turm des Feuers, jetzt als Mitglied der
Schule konnte ich ihn betreten. Vor uns schwebte ein gewaltig
aussehender Feuerelementar. Ich weis nicht wie mächtig dieser war,
ich hatte bis dahin noch keinen gesehen, aber ich wollte es auch
nicht herausfinden. Ich hörte plötzlich in mir eine Stimme die mir
viel Glück bei meiner Ausbildung wünschte. Sie schien von dem Geist
zu kommen. So würde ich also später auch einmal mit
Elementargeistern sprechen können. Ich bedankte mich obwohl ich
nicht weis ob der Geist dies verstanden hatte. Yhlamann erklärte mir
das Feuer für Energie, Kraft und Dynamik steht. Man verwende Feuer
auch für alles was mit Explosionen zu tun hätte. Außerhalb des
Turmes fragte ich Yhlmann warum der Geist denn in diesem Turm bliebe
und Yhlmann erzählte mir über die Macht der Shivalahala. Sie wäre
eine so mächtige Elementaristin, das man sich dies in Barsaive gar
nicht vorstellen könne. Er fragte mich ob ich über den Angriff der
Theraner gehört hätte, die mit einer mächtigen Flotte die
schwimmenden Stadt angreifen wollte. Die Shivalahala wäre es gewesen
die sämtliche Elementarmagie der vielen und großen Steinluftschiffe
der Theraner auf einen Schlag vernichtet hatte und damit die ganze
Flotte ins Meer hatte stürzen lassen. Beeindruckt von dieser
Macht ging ich schweigend mit zum nächsten Turm. Und obwohl
Obsidianer selten Gefühle zeigen, überraschte mich Yhlmann fast mit
seiner Freude und die Erklärungen flossen nur so aus seinem Mund,
natürlich nur in Relation zu einem anderen Obsidianer. Wir standen
wie leicht zu erkennen ist vor dem Turm der Erde. Eine Element was
laut Yhlmann konstant und geradlinig ist. Es würde auch gerne wir
Waffen, Rüstungen und Schilde verwendet.
Der
nächste Turm war der Turm des Wassers, was für Geschmeidigkeit und
Veränderung steht. Es wird vor allem bei Gegenstände verwendet die
sich in Größe und Form anpassen müssten. Damit beendeten wir
unseren Rundgang am Turm des Holzes. Dieses Element steht für
Weisheit und Selbstbewusstsein. Ein Baum steht starr und
selbstbewusst viele hunderte Jahre und sammelt nach und nach Wissen
in seinen Ringen an. Nun meinte Yhlmann käme eine sehr wichtige
Regel, die ich unbedingt lernen müsste:
Holz zerstört
Erde, denn Holz bedeckt Erde. Feuer zerstört Holz, denn Feuer
verbrennt Holz. Wasser zerstört Feuer, denn Wasser löscht Feuer.
Luft zerstört Wasser, denn Luft trocknet Wasser. Erde
zerstört Luft, denn Erde erstickt Luft.
Dies ist der
Kreislauf der Elemente und man sollte nie zwei Elemente gemeinsam
vermischen die sich nicht zusammenpassten. Am zweiten Tag
erzählte mir Yhlmann von der Theorie der Elemente, am dritten von
der Möglichkeit des Sammelns wahrer Elemente und am vierten und
fünften Tag vom Verzaubern von Gegenständen. Am sechsten Tag
dann versuchte ich unter seiner Anlehnung eine neue Matrix in einen
Gegenstand zu zaubern und beim zweiten Versuch gelang mir dies auch.
Es sei nur soviel gesagt es gibt jetzt einen Elementaristen des
dritten Kreises mit vier Matrizen. Am letzten Tag gingen wir
noch mal den gesamten Soff der Woche durch und Yhlmann gab mir ein
selbstverfasstes Script zu Verzaubern von Gegenständen. Dann bot er
mir die Möglichkeit an noch Orchalkumbehälter zum aufbewahren von
wahren Elementen an. Der kleinste mit einem Behälter sollte 50 Gold
kosten. Als ich ihm erzählte das ich kein Geld mehr hätte bot er
mir an ihm bei einem Projekt zu helfen. Er führte mich in einen
anderen Raum auf dessen Boden ein große Uhr lag. Diese war über
Metallstäbe mit der Zeit verbunden erklärte mir Yhlmann. Zum
aktivieren dieses Chronometerprojektes müsste man viele Proben
ablegen. Bei den ersten Versuchen merkte ich schnell das dies weit
über meine Fähigkeiten lag, doch mit einigen Tipps von Yhlmann und
voller Konzentration konnte ich schließlich die erste erfolgreiche
Probe ablegen. Nachdem mein sämtliches Karama aufgebraucht war und
ich kurz vor der Bewusstlosigkeit stand hörte ich auf. Ich hatte 6
erfolgreiche Proben abgelegt und mir damit 30 Gold verdient. Yhlmann
erklärte sich einverstanden, dass ich ihm die restlichen 20 Gold
später vorbeibringen könne. Nun war ich also stolzer Besitzer eines
Orchalkumbehälters. Zurück auf dem zum Wirtshaus traf ich Ede und wie durch
einen Glücksfall konnte er mir diese 20 + 10 weitere Goldstücke
noch borgen. Nur kurz schweiften meine Gedanken ab und fragten sich
woher er nach seinem Aufstieg noch soviel Geld hatte. Also konnte
ich meine Schuld bei Yhlmann sofort ausgleichen und freute mich
schon auf den Abend, andem ich meine Kameraden endlich wieder
treffen sollten. Wir hatten uns viel zu erzählen...
| |