Nun ist es mal wieder an der Zeit die Abenteuer aus dem rechten Licht zu betrachten. Damit übernehme ich Ilaris es wieder unsere Taten und Erlebnisse zu dokumentieren. Die Sichtweise ist objektiv und über jeden Zweifel und jede Anfeindung erhaben...... 

14. Riag 1506 TH (Abend)

Es war nun schon zwei Wochen her und ich hatte in dieser Zeit dank meines neuen Meisters den beschwerlichen, aber erhebenden Weg zum zweiten Kreis der Schwertmeister erfolgreich beschritten. Wie sich herausstellte hatten auch meine Weggefährten aus den letzten Monaten ihre Talente verbessert und ebenfalls die nächste Wissensebene ihrer Disziplin erreicht. Mich machten diese Nachrichten mehr als gespannt auf den nächsten Kampf!

Wie gesagt wir trafen uns am Abend wie verabredet im Gasthaus zum „Rastlosen Troll“ und wie immer artete dieses Wiedersehen für den einen oder anderen von uns natürlich wieder in ein Besäufnis aus welches nur ein Ziel kannte, die Bewusstlosigkeit! Aber was soll’s im Grunde muss ich doch zugeben, dass auch mir die anderen ein wenig gefehlt hatten: der stolze Krieger, der alte zerlumpte Pyco, unser Trollmagier und nicht zuletzt der kleine aber vorlaute Windling. Ich bin ziemlich sicher, dass Valentin eines Tages auf einen Gegenüber trifft der ihm........aber lassen wir diese Überlegungen.

Während wir noch unsere Erlebnisse austauschten und berieten was wir den nun als nächstes angehen sollten, sprach uns die Barkeeperin (eine Orkfrau) an. Sie erzählte uns, dass seit ein paar Tagen eine junge Elfenrau in ihrer Herberge abgestiegen sei und auf der Suche nach einer Abenteurergruppe wäre. Die Barkeeperin erzählte uns weiter, dass die Elfenfrau ein Schmied wäre. Eigentlich hätte es dieses Hinweises nicht bedurft. Unser ach so stolzer Krieger verlor nicht eine Sekunde die Elfenfrau anzusprechen und an unseren Tisch zu bitten. Na ja was soll man machen, mir gefiel Sie ja nicht so sehr aber ich bin auch kein Elf also jedem die seine!

Arwin, so ist der Name der Elfenfrau, erzählte uns nicht viel, aber wir erfuhren, dass Sie sich mit Waffen sehr gut auskennt und auch ein wenig über Artefakte in Erfahrung bringen kann. Wir alle lauschten sehr aufmerksam ihren Worten und beschlossen Sie zu bitten sich unsere Fundstücke der letzten Abenteuer anzusehen. Doch leider wurden wir enttäuscht sie könnte uns nur nach sorgfältiger Untersuchung und Meditation etwas über die Stücke erzählen. Da wir sehr misstrauische Wesen sind, beschlossen wir einstweilen noch keines unserer Stücke an Sie zu übergeben. In dieser Zwickmühle zwischen Wissen erlangen wollen aber Angst vor einem Diebstahl haben beschlossen wir Arwin einen Platz in unseren Reihen anzubieten mit voller Beteiligung an jedem Gewinn. Sie zeigte sich diesem Ansinnen auf jedem Fall sehr aufgeschlossen und so war fürs erste diese Frage vom Tisch. Natürlich kam als nächstes wieder die Frage der Übernachtung. Zu meinem und Orm’s Leidwesen entschloss sich das Team in der Herberge zu verbleiben. So mussten wir alle wohl oder übel die völlig überzogenen Preise in dieser Absteige zahlen. Ich bin doch immer wieder überrascht welche Preise von den Helden Barsaives ohne mit der Wimper zu zucken verlangt werden. Doch sei es drum wir zahlten und begaben uns zur Ruhe.

15. Riag 1506 TH 

Die Nacht verlief erwartungsgemäß ruhig und nach einem kurzen, zum Teil sehr flüssigen Frühstück, verließen wir die Wirtschaft. Auf der Strasse bemerkten wir an einer Wand angeschlagen eine seltsame Karte. Nach näherer Betrachtung stellten wir fest, dass es sich wohl um eine Karte von Parlaint handeln müsste. Aber sie wirkte auf uns als hätten dutzende von Händen an verschiedenen Stellen Symbole und Zeichnungen ergänzt. Wie wir herausfanden hatte jede Abenteurergruppe die eine oder andere Zeichnung eingefügt um nachfolgenden Gruppen den Weg zu erleichtern. Doch leider sind mit der Zeit die Bedeutungen der Symbole verloren gegangen, so dass sich dem heutigen Betrachter ein unübersichtliches Bild aus Linien, Kreisen und Symbolen bietet. Während wir in der Nähe dieser Tafel nun über unser weiteres Vorgehen berieten hörten wir plötzlich einen spitzen Schrei. Einige von uns wandten den Kopf und erblickten zwei Kinder in der Nähe. Diese hatten bis dahin eigentlich recht friedlich gespielt doch nun lag eines der beiden, ein Junge, regungslos am Boden während das andere, ein Mädchen, laut um Hilfe schrie und weinte. Pyco, Valentin und ich näherten uns dieser Szene und versuchten zum einen das Mädchen zu beruhigen und auch herauszufinden was den mit dem Jungen los sei. Trotz intensivster Bemühungen von Seiten unserer beiden magischen Geschöpfe konnte der Junge jedoch nicht ins Leben gebracht werden. Völlig verblüfft war ich als Pyco versuche unter Einsatz einiger weniger Tropfen seines geliebten Alkohols die Sinne des Jungen wieder zu beleben. Ich sage euch verehrte Leser nie hätte ich gedacht eine solche Geste der rückhaltlosen Aufopferung zu sehen. Doch all diese Maßnahmen brachten nichts. Wir befragten nun das Mädchen was den nun genau passiert war und erfuhren von Tränen und Schnäuzern unterbrochen folgendes. Beide Kinder hatten schon den ganzen Morgen in der Nähe der Tafel gespielt und der Junge hatte verbotener Weise die Tafel berührt. Daraufhin sei er umgefallen wie ein Baum und hätte sich nicht mehr gerührt. Weiter erführen wir von dem Mädchen, dass eine Tskrang sich der Tafel am frühen Morgen genähert und eine Zeichnung angebracht hatte. Es schien als ob sie dafür eine art rote oder rotbraune Farbe verwendet hatte. Ein Teil davon befand sich auf der Hand des Jungen ließ sich aber nicht abwischen.

Wir beschlossen also den Jungen zu seiner Familie zu bringen. Das Mädchen zeigte uns den Weg und nach ein paar Minuten unter den Augen der misstrauischen Bevölkerung von Haven erreichten wir das Haus der Familie. Die überraschend hübsche Mutter der beiden Kinder kam uns auch sogleich entgegen und bestürmte uns mit Fragen. Nach kurzer Erklärung, bat uns die Mutter den Jungen ins Haus zu schaffen. Sie selbst rannte los und holte eine Garlen-Questorin welche in der nähe wohnte. Schon nach kurzer Zeit kehrten beide zurück. Die Questorin untersuchte den Jungen sorgfältig um uns mitzuteilen, dass er Gesund sei und leben würde. Nur Aufwecken könne sie ihn nicht. Weiter sagte Sie es wäre etwas magischen mit ihm geschehen. Mir und sicher auch allen anderen schwante bereits schlimmes.

Während wir uns noch mit der Questorin berieten beschlossen Orm und Arwin der Waffenhändlerin Brenula noch einen schnellen Besuch abzustatten. Orm hatte doch während seiner Ausbildung sein Schwert verloren. Sein Meister wollte ihm wohl zeigen aus welch schlechter Qualität es gefertigt war, oder so ähnlich. Pyco, Valentin und ich jedenfalls blieben bei der Familie und versuchten aus dem kleinen Mädchen mehr über die Tskrang zu erfahren. Obwohl völlig verstört gelang es dem Kind uns eine sehr gute Beschreibung der Tskrang zu geben. Nachdem wir alle Informationen hatten versprach ich der Mutter, dass wir alles tun würden um den oder die Schuldigen zu finden, um ihrem Kind zu helfen. Ich sage euch liebe Leser das zuversichtliche lächeln der Frau hat mich mehr berührt als es Tausend Silber tun würden. Nun gestärkt von der Aussicht gutes zu tun und dabei auch noch einer hübschen Frau zu helfen brachen meine zwei Gefährten und ich schnell auf und kehrten zu der Karte von Parlaint zurück. Dort teilte sich unser kleines Grüppchen auf und begann mit der Suche nach der Tskrang. Pyco begleitete mich auf meinem Weg und nach ein paar Schritten in die verwinkelten Gassen von Haven befragte ich einen Passanten nach einer Tskrang. Dabei verwendete ich die Beschreibung des kleinen Mädchens und der Passant sagte nach einigen Sekunden des Zuhörens; “Ihr meint bestimmt Sekra“. Der Mann beschrieb uns den Weg zu Ihrer Hütte und Pyco und ich verloren keine Zeit und folgten der Wegsbeschreibung bis zur Hütte. Wir näherten uns vorsichtig der Tür und hörten stimmen hinter der Tür. Mit mehr Mut als ich empfand klopfte ich an die Tür und es wurde still auf der anderen Seite. Dann ein ruf „Seid ihr vom Clown?“. Wir versicherten der frau nicht vom Clown zu kommen und es gelang uns die Tskrang zu überzeugen die Tür zu öffnen. Wir traten in die Hütte der Frau und stellten ein riesiges Durcheinander fest. Schon nach wenigen Sekunden schien festzustehen, dass Sekra geistig verwirrt zu sein schien. Pyco zeigte da ein wenig mehr Verständnis und befragte die Tskrang geduldig nach iherer Geschichte. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Sekra einer Abenteurergruppe angehörte welche nach Parlaint aufgebrochen war um einen schatz zu bergen. Leider trafen die 5 wohl auf einen stärkeren Gegner als Sie in der Lage waren zu besiegen und bis auf Sekra starben alle Abenteurer. Wie wir annahmen wurde sie jedoch vom Clown oder auch „Mindtrapp“ berührt und bekam den Auftrag die Bürger von Haven mit einer art Farbe zu berühren. Sekra jedoch von lachen und weinen unterbrochen freute sich sichtlich nur die Stelle auf der Karte markiert zu haben an dem der Clown warten würde. Nachdem Pyco und ich erfahren hatten was wir benötigten, wollten wir aufbrechen. Sekra bat uns jedoch sich uns anschließen zu dürfen um dem Clown zu zeigen was Sie von ihm hielt. Wir waren mit diesem Wunsch einverstanden ergab sich doch für uns die Möglichkeit einen Ortskundigen Wegführer zu bekommen.

Zurück an der Karte fanden wir unsere Gefährten wieder. Mittlerweile hatte sich Orm mit finanzieller Unterstützung durch Valentien ein Schwert zugelegt und sah wieder wie ein Krieger aus. Stelle man sich einen Krieger ohne Waffe vor! Lächerlich!! Während einer Obwohl nicht alle unserer Gefährten die Idee nach Parlaint zu gehen toll fanden, brachen wir dennoch alsbald auf um noch bei hellem Tage nach Parlaint zu gelangen. Zunächst erreichten wir das Stadttor von Haven an der Grenze zu dem gelegen was ehemals Parlaint war. Am Tor mussten wir noch Unterschreiben, dass ein jeder von uns 100 Silber zu zahlen hätte wenn wir von Monstern und Dämonen verfolgt, Schutz in Haven suchen wollten. Schulterzuckend gingen wir über diese Kleinigkeit hinweg. Schließlich geht man nicht nach Parlaint um wieder zu fliehen, sondern um zu siegen! Und gelassen als Sieger zurückzukehren. Zuversichtlich traten wir also durch das Tor und betraten eine breite Strasse welche sich in der Ferne zu verlieren schien. Wir schauten uns aufmerksam um, konnten aber nicht viel sehen. Die Strasse war eingefasst durch eine nahezu drei Meter hohe Mauer. Diese Mauer wurde ein stück die Strasse hinunter immer wieder durch Gassen unterbrochen welche nach links oder rechts von dieser Strasse abzweigten.

Laut dem Plan welchen wir in Haven gesehen hatten und den Geschichten, welche wir über Parlaint gehört hatten, war uns klar, dass wir mit Fallen zu rechnen hatten. Dementsprechend schauten wir alle uns aufmerksam um. So fällt Arwin auf, dass in einiger Entfernung ein paar Kobolde oder wesen mit ähnlichem Aussehen sich an der Strasse zu schaffen machten. Wir konnten leider nicht erkennen was genau Sie dort taten aber schon nach wenigen Schritten welche wir weiter in die Stadt hinein machten bemerkten uns diese Wesen und verschwanden in der nächsten Gasse. Nachdenklich schritten wir die Strasse weiter hinunter. Plötzlich hörten wir ein sirren und eine art Lanze führ aus der wand heraus und traf Orm am Oberarm. Doch die Waffe war zum Glück so verwittert, dass sie an der Rüstung von Orm zerbrach. Wie sich herausstellte war Orm auf eine bestimmte Bodenplatte getreten welche dann diese zugegeben lächerliche Falle ausgelöst hatte. Doch nahmen wir dies als Hinweis auf die Funktionsfähigkeit weiterer Waffen und Fallen auf. Und in der Tat nach einigen weiteren Schritten verlor ich plötzlich den halt unter den Füssen. Eine Bodenplatte und die angrenzenden Platten hielten meinem Gewicht nicht stand und brachen ein. Sekra die in meiner nähe lief, stürzte mit mir in die Tiefe. Dank meiner schnellen Reaktion landete ich auf den Beinen und federte den Sturz ohne Mühe ab. Nach kurzem Umsehen stellte ich fest, dass ich in einer art Keller war, der ca. 3m unter der Strasse lag. Was nun folgte meine lieben Leser war eine art Zirkusvorstellung in der meine Kameraden, welche nicht im Keller waren, die Hauptrolle übernahmen.Nach einer lautstarken Diskussion die sich im wesentlichen um das wie drehte zog Orm (auf den Krieger kann man sich verlassen) ein seil aus seinem Rucksack. Damit war das womit geklärt. Nun versuchten es die Gefährten mit Muskelkraft und hielten das Seil damit wir heraufsteigen konnten. Dies ging insofern schief als sich alsbald Orm zu uns gesellte (...erwähnte ich schon das auf Krieger verlass sei? Nun...vergesst es!)Als nächstes wollte Pyco ungeachtet meiner Rufe aus der Tiefe das Seil doch an den Boden zu kleben selbiges an dem Troll festkleben. Dies tat er denn auch. Dann ließen sie das andere Ende herab damit wir heraufsteigen konnten. Nachdem ich das Seil ergriffen hatte und gerade beginnen wollte elegant daran hochzuklettern merkte ich wie das Seil nachgab. Ich kann mir unter keinen Umständen erklären wie ich es geschafft habe aber der Troll stützte mit einem lauten Poltern durch das Loch in der Decke. Ich vermute, dass er auf seinen wackeligen Beinchen nicht in der Lage war sein Gleichgewicht zu halten. Was auch immer dazu geführt hatte mittlerweile waren mehr aus unserer Truppe unten als oben! Ich hatte dann allmählich genug von diesem Theater und beschloss weniger elegant aber unabhängig nach oben zu gelangen. Ich sprang kräftig vom boden ab und erreichte die Kante des Loches. Dort klammerte ich mich fest und zog mich nach oben und über den Rand. Derweilen hatte Pyco das Seil, welches im Valentien wieder heraufgebracht hatte, am Boden verklebt so das es den anderen doch gelang aus dem Loch zu entkommen. Wieder am Licht angekommen verlor ich kein Wort über diese lächerliche Vorstellung sondern schritt mit Sekra, welche ununterbrochen wirres Zeug stammelte, weiter in auf der Strasse voran. Nach einigen weiteren Schritten folgten wir einer Gasse nach links in die Stadt hinein. Nun befanden sich links und rechts von der Gasse Häuser. Teilweise befanden sich diese in keinem guten Zustand, waren mit Moos bewachsen und Pilze wuchsen aus den Ritzen. Uns kam auch irgendwie die Stimmung etwas verändert vor. War die breite Strasse noch hell von der Sonne beschienen wirkte diese Gasse irgendwie bedrückend düster. Orm konnte seinem unbehagen nicht wiederstehen und sang ein Lied vor sich hin. Ich weiß nicht wovon es handelt aber zumindest war beruhigend außer unseren Schritten noch einen anderen Laut zu vernehmen. Den magischen Wesen in unserer Gruppe schien es gar Mut geben diesem Gesang zu lauschen. Sekra führte uns nun durch die Gassen und nicht wenige von uns hatten das Gefühl im Kreis zu laufen. So kehrten wir mehr als einmal um und folgten einer anderen Gasse. Und noch öfter standen wir an einer Kreuzung und Sekra schien weder den weg zu wissen noch die Richtung. Aber dem ungeachtet erreichten wir schließlich nach erschöpfenden 2 Stunden eine art Platz. Gegenüber der Gasse aus der wir treten erblicken wir ein Haus mit drei Stockwerken. Wie an allen Häusern in der Umgebung fällt uns die hohe Kunst der Erbauer auf. Die ehemaligen Bewohner von Parlaint haben wirklich was von Baukunst verstanden! Während ich mich also noch umsehe ruft Sekra plötzlich; „Da dort ist der Clown“. Und zieht ihr Schwert. Ich folge selbstverständlich ihrem Beispiel und laufe ein Stück aus der Gasse heraus um freie Sicht und Platz zu haben. Noch während ich mich bewegte erschein in der Tür des Gebäudes ein Wesen mit mehreren Armen, unzähligen Augen und keinen erkennbaren Gliedmassen zur Fortbewegung. Dieses Wesen, an den schrillen rufen von Sekra zu erkennen, eindeutig der Clown schwebte also auf uns zu. Sekra verlor die nerven und stürmte auf den gegner zu und versuchte einen ´Treffer auf einen der Arme zu landen. Dies ging jedoch fürchterlich daneben. Dabei fiel mir auf, dass von den Armen die gleiche Substanz tropfte welche Sekra zum Zeichnen an der Karte von Parlaint verwendet hatte. Nach diesem Angriff kam der Dämon auf uns zu und versuchte natürlich mich, da ich am weitesten vorn stand anzugreifen. Natürlich hatte der Dämon keine Chance! In den letzten beiden Wochen hatte ich gelernt, wie man einen Angriff abwehrt und den Gegner dadurch in Bedrängnis bringt. Mit meiner sauberen Riposte führte ich den Schlag dieses Wesens gegen sich selbst zurück und trennte dabei einen seiner Arme ab. Von der Erfolglosigkeit seines tun’s erschreckt wandte sich das wesen Orm zu. Mit einem fürchterlichen Schlag durchschlug der Arm dieser Kreatur der Hölle Orm’s Verteidigung und traf ihn schwer. Orm fiel wie gefällt um und ich nahm an, dass er ernsthaft verletzt sei wenn nicht gar Tod? Doch darum konnte ich mich nicht kümmern, zunächst musste dieses Höllenwesen beseitigt werden. Nach seiner Attacke auf Orm greift der Dämon nun Pyco an und ich fand den erschrockenen Gesichtausdruck auf des Elementaristen Gesicht wahrhaft köstlich, wäre der Grund nicht so widerlich gewesen. Nach dieser erneut erfolglosen Attacke, ergriffen nun wir die Initiative und zunächst war Valentien dem Dämonen ein schön anzusehenden Blitz um die Ohren. (hatte der eigentlich welche?). Der Clown heulte laut auf und war sichtlich angegriffen. Weniger erfolgreich versuchten nun Arwin und Pyco ihr Glück. Arwin verfehlte den Dämonen um ganze zwei Schwertbreiten und richtete außer an Ihrer Klinge keinen Schaden an. Zum Glück ist sie ja einen Schmiedin dachte ich noch bei mir. Bei Pyco war es interessanter er nahm irgendwas vom Boden auf und warf es nach dem Dämonen. Noch bevor ich mich wundern konnte was das soll, verwandelten sich diese zwei Kieselsteine in zwei miteinander verbundene Eiskugeln. Doch die warfen den Dämonen nicht um. Ich versuchte noch einmal einen Treffer in dem hässlichen Körper des Dämonen zu landen. Ich hatte damit auch wie nicht anders zu erwarten Erfolg, das merkte ich an dem Aufschrei des Dämonen. Doch leider reichte es nicht ihn in die Hölle zu schicken dahin wohin meiner Mainung nach eine solche Kreatur gehört! Der Troll wandte sich nun ebenfalls dem Kampfgeschehen zu und an der Reaktion des Dämonen konnte ich erkennen, dass er einen guten Erfolg erzielt haben musste. Noch während der Dämon mit den niederlagen aus dem ersten angriff beschäftigt war, ergriffen wir erneut unsere Chance und griffen den Dämonen an. Valentien nutzte erneut den Blitz und richtete verherenden schaden an. Es roch nach verbranntem Fleisch und die Luft war erfüllt von den Schreinen des Dämonen. Dessen ungeachtet stützte sich auch Sekra in den kampf und verfehlte den Körper des Dämonen erneut. Ich muss sagen, wenn Sekra als Beste aus der anderen Abenteurergruppe überlebt hat wundert mich gar nichts mehr! Pyco bückte sich erneut und warf seine Steinchen gegen den Dämonen. Diesmal wuchsen die beiden Steinchen aber auf eine ansehnliche Größe an. Der Dämon wirkte nach dem Schaden auch sehr benommen und bewegte sich deutlich langsamer als zuvor. Nun griffen Arwin und ich den Dämonen an und irgendwie kam mir Arwin in den Weg den ich konnte den Dämonen nicht recht treffen. Dadurch verursachte ich keinen wirklichen Schaden. Nicht einmal die Haut von diesem Clown konnte ich ritzen. Arwin machte es auch nicht besser und der Dämon bewegte sich wieder auf uns zu.

Zunächst wollte der Dämon, eingedenk der Erfahrungen aus dem letzten Angriff, sich gleich den schwächeren Gegnern zuwenden. Doch ich beschimpfte ihn auf meine unnachahmliche Weise und er griff nun statt Pyco mich an. Wieder erreichte der wütende Schlag mich nicht. Statt dessen verwendete ich die Energie gegen den Dämonen und konnte ihn ganz gut treffen. Doch damit war der Dämon nicht zufrieden und wandte sich nun doch Pyco zu. Nach einem kräftigen Hieb mit einem seiner Arme fiel Pyco genauso leblos zu Boden wie Orm. Als nächstes griff der Dämon Sekra an und auch diese fiel sofort um. Der Troll versuchte erneut seine Magie an diesem wesen der Finsternis doch schien er keinen erfolg zu haben. Arwin griff ebenfalls Todesmutig mit dem Schwert an doch an Ihrer technik müssen wir noch Arbeiten. Sie schlug erneut daneben. Valentien hatte mehr erfolg und wieder liefen tausende von Blitzen über den Körper des Clowns. Ich selbst griff nun wieder an doch irgendwie muss ich gestolpert sein den meinem Schlag fehlte die nötige Wucht. So schön mein Schlag gewesen war aber ohne Wucht erreicht man bei einem Dämonen nichts. Nun ist der Dämon wieder an der reihe und greift mich an. Ich versuche dem hieb auszuweichen doch, der Dämon muss meine Absicht erraten haben ich lief genau in den Hieb und sank sofort zu Boden.

Komischerweise wurde ich nicht Ohnmächtig sondern stand in einem Wald der aussah wie der Blutwald und mir Gegenüber stand ein Mann in dem ich Virgika zu erkennen glaubte. Noch bevor ich ein Wort an ihn richten konnte zückte er seinen Zweihänder und griff mich an. So machtvoll der Angriff auch war er ging voll daneben!

Nur wenige Augenblicke später wurde es wieder hell um mich und ich lag wieder in Parlaint auf einem Platz und die rauchenden Reste eines Dämons lagen nicht weit von mir. Wie uns Arwin erzählte seien wir alle umgefallen und als letzte auf dem Platz hatte Sie den Dämonen angegriffen. Wenige Sekunden später sei der Dämon an Ort und Stelle zusammengebrochen. Obwohl wir alle es nicht so recht Glauben wollten hatten wir keine andere Wahl als Ihren Worten zu glauben. Doch ich erführ später von meinen Gefährten, das jeder gegen seine persönliche größte Angst zu Kämpfen hatte. Vielleicht waren diese Kämpfe in der anderen Bewusstseinsebene ebenfalls ein Grund für unseren Sieg?? Wer weiß wir werden es sicherlich nie erfahren auch wenn Valentien behauptet den finalen Treffer gelandet zu haben, beweisen wird er es nie können. Wir durchsuchten den Dämonen und das Haus, fanden dabei etwas Silber und einen Beutel und verließen dann diesen Ort. Mit Sekra war eine art Wandlung vorgegangen, sie stammelte nicht mehr zusammenhangloses Zeug sondern konnte uns nun erzählen was passiert war. Demzufolge Ihre Gruppe komplett vernichtet wurde und der Dämon Sie ebenfalls berührt habe. Doch anders als Ihre Kameraden hätte er Sie gezwungen sein Blut nach Haven zu bringen und die Bürger von Haven durch das Beflecken mit seinem Blut zu versklaven. Sie selbst weiß nicht genau wie Sie es schaffte sich dem Willen des Dämonen zu entziehen aber statt der Bewohner von Haven bemalte Sie lediglich die Karte und ging ihrer Wege. Auch ihre Orientierung war nun deutlich besser denn den Rückweg schafften wir in der hälfte der Zeit. Am Stadttor zurück nach Haven erwartete uns bereits die Familie des Jungen und der Junge war auch wieder wohlauf. Die Frau beschenkte uns noch mit einer Dose und erbot sich uns Quartier zu geben so lange wir es bräuchten. Dieses Angebot nahmen wir gern an und bewegten uns langsam auf das Haus der Frau zu. Dabei wurden wir von immer mehr Menschen und anderen Wesen umringt die sehen wollten welche Abenteurer es gewagt hatten sich mit einem Dämonen anzulegen. Mir wurde ganz warm um mein Herz als ich die Bewunderung und auch den Neid in den Blicken der Menschen sah. Doch ich war zu Müde um Ihnen unsere Geschichte zu erzählen. Doch euch liebe Leser habe ich die ganze Geschichte erzählt und schwöre bei Mynbruje das jedes Wort die Wahrheit ist wie ich sie gesehen und erlebt habe.

Erzählt euren Freunden und Bekannten von uns und vergesst nie unsere Namen!

Damit endet mein Bericht.....

Schwertmeister Ilaris

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