Mein Name ist Merkinor. Ich bin ein Elf. Meine Heimat ist oder besser war der Blutwald. Ich sehe euch erstaunt, ja man sieht es mir nicht an, da mich dir Dornen im Gesicht, Hals und den Händen verschont haben. Aber unter meinem Mantel spreisen diese schreckliche Rettung.
Ich habe die damalige Zeit nicht erlebt und erlaube mir deswegen auch keine Meinung über Sinn dieses Unterfangen, aber viele gute Elfen im Blutwald haben ihr Leben verloren. Man könnte sogar sagen alle haben ihr Leben verloren, wo sind die blühenden, fröhlichen Wälder gefüllt mit freudigen, wundervollen Elfen wie man sie Heute nur noch auf Bildern sieht.
Nun gut ich verliere mich ein wenig, lasst mich fortfahren. Mein Meister Ankor und einige weitere Adepten hatten sich zur Aufgabe gemacht, den Elfen zu helfen die ihre Qualen nicht mehr ertragen konnten. Dabei waren es meist nicht die vielen blutenden Wunden und die Schmerzen der Stacheln, sondern die fehlende Hoffnung und das Leben das eines Elfen nicht würdig ist. Ihr müsst wissen es ist nicht so einfach sich dem Machtkreis Alachias zu entfliehen, auch nicht auf dem Weg in den Tod. Sie ist mächtig und kann auch die Grenze des Todes überwinden. Mein Meister Ankor fand einen Weg die Seelen in eine Welt zu entsenden auf die auch Alachia keinen Zugriff mehr hatte.
Die Riten erweckten das Interesse eines mächtigen Dämons und er versuchte sich daran zu erlaben. Der Gruppe gelang es durch ein riskanten Bannspruch diesen Dämon einzufangen und er berichtete von einer Möglichkeit der Erlösung aller Blutelfen. Ein mächtiges Wesen Namens Bergschatten sollte einen Weg zur Umkehrung des großen Dornenrituals kennen. Erfreut berichtete mein Meister Ankor dies Alachia, doch diese war nicht bereit diesem Gerede Glauben zu schenken. Ein großer Streit entfachte zwischen den beiden. Als mein Meister erklärte er werde die Neuigkeiten mit oder ohne Zustimmung dem Volke der Elfen kundtun, ließ Alachia alle töten. Eine kleine Gruppe von Novizenanwärtern die gerade erste ihre Aufnahmeprüfung für ihre Disziplin abgelegt hatten und damit noch nicht als Mitglieder bekannt waren blieb übrig.
Mein Meister hatte mir noch von einem seiner Träume berichtet. Schemenhaft sah er eine Abfolge von Bildern.

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Rießige Bäume erheben sich aus grünen Kniehohem grünen Rasen. Die Sonnenstrahlen erhellen durch die dichten Baumkronen hindurch den Wald. Ein smaragdgrüner Lichtschein legt sich auf alles. Man hört das Vogelgeschrei, das leichte Rauschen der Blätter, das Plätschern eines Baches, das Herumtollen fröhlicher Elfen die mit Windlingen um die Wette rennen. Im Hintergrund erhebt sich der erhabene Palast von Alachia, die Treppen bestehen jetzt aus edlen Stämmen uralter Bäume. Die Elfen schillern in den wunderbarsten Farben von elfenbeinweiß bis ebenschwarz, und alle sind makellos kein winzigster Stachel der aus der Haut dringt, kein Tropfen Blut der die Haut hinabläuft.
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Dunkelheit
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Der Boden ist mit Blut bedeckt. Die Bäume werfen einen tristen, schwarzen Schatten über die Lichtung. Die Lichtung ist gefüllt mit Blutelfen, ihnen sieht man die Angst an. Vor uns erhebt sich der Palast von Alachia. Oben auf den Treppe aus Schädeln von wilden Wesen, steht Alachia und neben ihr ein hochgewachsener Mensch. Seine Kleidung schillert in Blautönen versetzt mit goldenen Ornamenten. Alachia überreicht ihm ein langes Schwert überzogen mit Runen und versetzt mit Edelsteinen. Man hört die liebliche Stimme Alachia sagen: "Laßt uns mit dem Gegenritual beginnen". Es wird dunkel, man hört das Geräusch einer dahingleitenden Klinge, man hört einen ersten schmerzerfüllten Schrei. Die Schreie vermehren sich und schwellen zu einem unvorstellbaren Getöse an. Das Trommelfell scheint zu platzen.
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Dunkelheit
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Der selbe Ort wie gerade. Aber bei Alachia stehen nun eine Gruppe von Abenteurern. Man sieht auch wieder den edlen Menschen, nur um einiges jünger und seine Kleidung wirkt noch nicht so edel. Neben ihm steht ein weiterer alter Mann, ein großer Troll und ein normaler Elf ohne Dornen. Alachia überreicht diesem Elfen gerade eine Rose, man hört jedoch nicht was sie sagt.
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Die letzte Szene kam meinem Meister bekannt vor, er berichtete davon das vor etwa einem halben Jahr eine Gruppe hiergewesen wäre. Er hätte sie zwar nicht gesehen aber die Beschreibung stimme mit seinem Traum überein. Also begab ich mich nach dem Tod meines Meisters auf die Suche nach dem Menschen. Die Spur führte mich erst nach Heaven, hier waren sie schon bekannt. Man erzählte sich das sie ein halbes Dutzend Dämonen getötet hatten. Sie wären dann nach Syrtis aufgebrochen. Doch auf dem Weg dahin verliert sich ihre Spur. In den Dörfern auf dem Weg dahin kennt niemand die Gruppe. Also beschloss ich nach Throal zu reisen.

Aus Angst als einer der Gruppenmitglieder erkannt zu werden, verließ ich heimlich Nachts den Blutwald. Eine Eule diente mir dabei als erweiterte Augen und Ohren. Einige der Holzwesen die meinen Weg kreuzten konnte ich überwältigen. Als ich den Rand des Waldes fast erreicht hatte, bemerkte ich zwei weitere Blutelfen. Es waren Krieger, die wie ich vermutete auf der Suche nach den Novizen waren. Ich konzentrierte mich auf sie und ließ ihre Knochen unkontrollierbare Bewegungen vollführen, bis diese schmerzerfüllt und bewusstlos zu Boden gingen. Als sie keine Gefahr mehr für mich darstellten, nahm ich ihnen ihre Waffen ab, die ich später verkaufte. So entkam ich aus dem Blutwald, ohne das mich jemand vermissen würde.
Auf dem Weg nach Throal mied ich die meisten Dörfer, da Blutelfen nie gern gesehen sind. Dank meine Fähigkeiten konnte ich mich von den Waldbewohnern ernähren. Wobei sich meine Fähigkeiten nach und nach verbesserten. In Märkteburg angekommen ließ ich mir einige neue Fähigkeiten von einem Zwerg zeigen.

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