Nach weiteren Tagen voller Abenteuer finde ich wieder einmal die Zeit euch von meinen Taten zu berichten.

19. Raquas 1506 TH

Nach unserem letzten Abenteuer ....Ihr erinnert euch sicherlich unseres Ausfluges in die Stadt Parlainth wo wir ein gar köstliches Abenteuer mit Schlittschuhlaufenden Oggern hatten... kehrten wir alle mehr oder weniger wohlbehalten in die schützenden Wälle von Haven zurück. Interessanterweise hatte ich zwar wiederum einen großen Teil des entstandenen Schadens empfangen aber dank meiner Meditationen konnte ich heute viel besser mit den Verletzungen umgehen als dies früher der Fall gewesen wäre. Wunden die mich sonst so entscheidend geschwächt, ja teils sogar kampfunfähig gemacht hatten waren heute nur noch schmerzhafter aber zu vernachlässigender Teil meines Lebens als großer Schwertmeister. Mein Vater sagte immer “Wenn du keine Schmerzen mehr hast dann bist du Tod“ So gesehen kann ich mich also über jede Wunde nur freuen oder?

Mit dieser kleinen Episode möchte ich dann auch gleich wieder in das Geschehen zurückkehren welches uns in Haven erwartete. Wir hatten Torgak zugesagt während des Karnevals der Kadavermenschen für Ordnung zu sorgen. Da Torgak an verschiedenen Stellen der Stadt Unterstützung benötigte teilten wir uns auf. Valentin, Pyco und ich sollten einen Teil der Strasse am Tor nach Parlainth beobachten.

Also zogen wir los und mischten uns unter die Schaulustigen Bürger welche sich bereits zahlreich versammelt hatten. Die Angst vor dem ungewissen war bei allen zu spüren aber die Neugier trieb die Massen dazu sich trotzdem um die besten Plätze an der Strasse zu drängeln.

Nach einiger Zeit des Wartens hörte man plötzlich einen seltsamen Ton aus Parlainth herüberklingen. Ein Raunen ging durch die Menschenmassen und ich gestehe ein wenig lief es auch mir den Rücken kalt herunter. Damit Valentin sich nicht zu wertlos vorkam baten wir ihn etwas höher zu fliegen um festzustellen woher der Ton den käme. Nach kurzem Suchen und unserem Hinweis in welcher Richtung Parlainth liegt stellte er fest, dass sich eine große Gruppe von Kadavermenschen, teilweise mit Wagen, der Stadt nähert. Leider konnte er nicht feststellen wie viele es waren.

Während der Anfangs so seltsame Ton immer näher kam konnte man erkennen, dass es sich wohl um eine art schauerliche Musik handelte. Diese Musik strahlte eine seltsame Kraft aus.

Als der Zug der Kadavermenschen am Tor angekommen waren öffneten die beiden Wächter die Torflügel und ließen die seltsamste Prozession meines Lebens in die Stadt. Mit langsamen Schritten glitten (oder sollte man gingen sagen?) die Kadavermenschen mit Ihren Karren an uns vorüber. Mitten in der Reihe war eine Sänfte zu erkennen. Diese Sänfte bestand aus Menschenschädeln und Menschenknochen. Ich muss schon sagen widerlich worin diese Kadavermenschen sich herumtragen lassen.

Plötzlich ging es wie eine Welle durch die Menschenmenge, welche die Strassen flankierte: „Lenetriell ist bei Ihnen“ flüsterten Sie. Pyco fand schnell heraus, dass Lenetriell ein Blutelf gewesen war, der vor ca. einem halben Jahr nach Parlainth gegangen sein musste um Ruhm und Ehre zu suchen scheinbar aber nur ein unwürdiges Leben im Reich der Untoten gefunden hatte. Im inneren bedauerte ich diesen Blutelfen und nahm mir vor, in einem meiner nächsten Gebete an Thystonius, um seine Seele zu bitten. Keinem sollte ein solchen Schicksal zu wünschen sein.

Während dieser Überlegungen hatten die Kadavermenschen bereits mit dem Aufbau ihres Karnevals begonnen. Die letzten Kadavermenschen trafen auf dem Marktplatz ein und begannen ebenfalls mit dem Aufbau der Buden und Stände. Hinter den letzten Kadavermenschen hatten sich die Einwohner von Haven unmittelbar angeschlossen und auch Pyco, Valentien und ich verließen unseren Platz in der nähe des Tores und folgten der Masse. Kurze Zeit darauf hatten die Kadavermenschen Ihren Aufbau beendet und erklärten den Karneval für eröffnet. Die Musik bisher schon auf eine gewisse Art unerträglich steigerte sich noch einmal zu einem schier höllischem Stakkato um wieder leiser zu werden. Und wie als ob es sich um eine art Signal gehandelt hätte strömten die braven Bürger von Haven auf die Zelte und Buden los und ergaben sich den verschiedensten Spielen und Attraktionen. Als Schwertmeister von jeher sehr anfällig für Spiele und Spaß jeder Art musste ich sehr an mich halten um nicht der ersten Versuchung nachzugeben welche mein Auge erfasste. Ich besann mich also auf unseren Auftrag und suchte einen Überblick über das Spektakel zu erlangen. Schon wenige Sekunden später wurde mir die Aussichtslosigkeit bewusst und ich schlug meinen Gefährten vor, dass wir uns doch aufteilen sollten um mögliche Störenfriede in der Masse besser aufzufinden. Ich für meinen Teil nahm mir vor in der nähe vom „Rastlosen Troll“ zu bleiben, da sich nicht wenige Bürger dort versammelt hatten um das Bier welches durch ein Fenster ausgeschenkt wurde reichlich zu genießen.

So zogen Pyco und Valentien den los und wie ich feststellte schaffte unser Elementarist genau 12 Schritte bis zum ersten Spieltisch an dem er sofort anfing zu spielen. Schulterzuckend drehte ich mich zu der mir mittlerweile sehr vertrauten Gestalt der Bardame und verlangte nach einem Bier. Damit gesellte ich mich zu den anderen in meiner Umgebung und trank gemütlich an meinem Bier, während ich versucht so viele Gespräche wie möglich gleichzeitig zu verfolgen. Schon wenige Minuten später mache ich eine Gruppe von Betrunkenen aus, die besonders laut gegen die Kadavermenschen und den Karneval wettern. Langsam bewegte ich mich in die nähe dieser Gruppe und machte als Stimmungsmacher zwei Orks aus. Während ich mich den hochgeistigen Gesprächen der Betrunkenen hingab, erlebten meine beiden Freunde höchst seltsame Dinge auf dem Karneval. Später berichteten Sie mir davon. So fand Valentien ein Zelt, über dem ein Schild Aussagen über die Zukunft anpries. Typisch für unseren Kleinen und seine Minderwertigkeitskomplexe war, dass er sofort in dieses Zelt strebte und dort einer alten Kadaverfrau gegenüber saß. Die Kadaverfrau Orakelte nach einem langen Blick in die kleine Klaue von Valentien: „Sie werden denken, dass Sie keine Zeit haben auch wenn Sie welche haben“. An dieser Stelle wollte ich mich vor lachen auf dem Boden wälzen doch ein Blick in das ernsthafte Gesicht des Kleinen ließ mich schnell auf meine Zunge beißen. Sicher hätte er mir dies sehr verübelt, empfindlich wie er nun mal ist. Danach zog er weiter über den Markt und schaut sich diverse Spiele und Akrobatiken an. Am Randes seines Blickfeldes bemerkt er plötzlich wie Pyco einer Gruppe von Kadavermenschen hinterläuft und folgt seinerseits ihm.

Pyco berichtete mir später, dass er nur ein paar Runden gespielt hätte und danach versucht hätte Lenetriell zu finden. Seine Motivation war herauszufinden was dieser mit den vor zwei Tagen im Rastlosen Troll kennen gelernten Blutelfen zu tun haben könnte. Während er also über den Platz lief bemerkte er eine Gruppe von Kadavermenschen welche sich in einer ruhigen Strasse vom Rest getrennt hatten und die Köpfe zusammensteckten. Er geht zu ihnen und spricht Sie an, doch diese schauen ihn nur schweigend an und laufen auseinander. Doch dabei entdeckte er Lenetriell, den er sofort auf die beiden Blutelfen anspricht . Lenetriell antwortet ihm voller Abscheu, dass er mit „denen“ nix zu schaffen hätte, und auf alle anderen Fragen von Pyco höchst ausweichend. Pyco der nun erst recht Misstrauisch wurde ließ sich augenscheinlich von Lenetriell beschwatzen und kehrte auf den schnellsten Weg zu mir zurück. Valentien folgte ihm dabei auf dem Fuße. Pyco berichtete sofort was er erreicht hatte und meinte er hätte den Verdacht, dass Lenetriell eventuell etwas böses im Schilde führen könnte. Valentien wurde davon so sehr erschreckt, dass er sofort zu Torgak flog um diesen zu informieren. Doch nachdem Torgak erschein war Valentien kaum mehr in der Lage seine Angst und seine Gedanken zu trennen, so dass Torgak zu recht den Kleinen aus seinem Laden warf und ihn noch einmal  erinnerte , dass wir hier waren um die Kadavermenschen vor den Bürgern Havens zu schützen und nicht um Politik mit den Kadavermenschen zu machen.

Total vernichtet kehrte der Kleine zu uns zurück. In der Zwischenzeit hatte, Pyco und ich beschlossen weiter auf Lenetriell zu achten aber auch unseren Auftrag wahrzunehmen. Da ich der bessere Kämpfer bin und noch immer mit einer Unbesonnenheit der beiden Orks rechnete, bat ich Pyco weiterhin den riskanten Job zu tun und Lenetriell zu folgen. Vielleicht konnten wir so herausfinden was er genau im Schilde führte. Noch während Pyco und ich die weitere Vorgehensweise besprachen kam Sekra auf uns zu. Die Tskrangfrau erzählte uns, dass Sie mit der Untersuchung des Amulettes bereits sehr weit gekommen ist und bis Morgen fertig sein wird. Pyco stellte Ihr noch ein paar Fragen zu den Kadavermenschen und so erfuhren wir, dass die Kadavermenschen nur eine Königin haben und sonst keine weiteren Anführer. Nachdem Sie dies gesagt hatte verabschiedete Sekra sich schnell von uns und eilte an den gleichen Tisch an dem breite Pyco sein Glück versucht hatte. Wir kümmerten uns im folgenden nicht weiter um Sie und Pyco ging los Lenetriell aufzufinden und zu beobachten. Ich selbst bestellte mir ein weiteres Bier und gesellte mich zu den mittlerweile recht lauten Saufbrüdern. Die beiden Orks welche ich bereits längere Zeit beobachtet hatte schimpften nun schon recht heftig und wiegelten sich gegenseitig auf. Noch bevor jemand es fassen konnte warfen die beiden ihre Krüge mit Bier zu Boden und zogen ihre kurzen und schmutzigen Waffen aus der Scheide und wollten sich auf die Kadavermenschen stürzen. Geistesgegenwärtig stelle ich mich den beiden in den Weg und greife den ersten Ork an seinem Handgelenk drehe es herum und wirble ihn auf den Rücken. Vor Schmerz aufschreiend lässt er sein Schwert fallen und geht zu Boden. Sein Kompagnon kommt zum stehen und schaut auf seinen Bruder im Suff herunter. Ich gehe auf ihn zu und schlage ihm vor noch einen zu Trinken oder sich mit mir zu Schlagen. Er akzeptiert das Bier und sein Kollege schließt sich ihm schnell an. Wenige Augenblicke später gehen beide wieder zu Boden diesmal allerdings aufgrund des Alkohohles. Ohne weiter Aufhebens von der Szene zu machen dränge ich mich aus der Menge und Treffe auf Pyco und Valentien. Valentien plappert völlig aufgeregt davon, dass er Lenetriell und eine Gruppe anderer Kadavermenschen beobachtet hätte wie Sie sich getroffen und miteinander geflüstert hätten. Er hätte gehört wie er Sie um Treue gebeten hat bei dem was er plante. Pyco ergänzte das es sich um einen Umstürzversuch handelte den Lenetriell gegen die Zweigeborene plane. Pyco sagt er hätte diese Information von einer kleinen Pflanze welche in dieser Gasse gedeihen würde und das ganze Gespräch belauscht hätte.

Liebe Zuhörer wenn ihr an diesen Punkt meint mein werter Freund Pyco wäre seiner Sinne nicht mächtig dann müsst ihr euch erst einmal ausmalen was ich in diesem Moment alles von ihm hielt und ich sage euch „Verrückt“ war dabei noch die harmloseste Beschreibung.<<

Doch sei es wie es sei ich nahm das alles erst mal so hin. Es kann auch sein, dass der Genuss der zwei oder drei Bier mich den Irrsinn dieser Situation nicht erkennen ließ. Doch leider kam ich nicht mehr dazu meine Gedanken zu Ordnen. Ein Passant erzählte uns eine Tskrang wäre gerade dabei ihr Leben zu verspielen. Und wenn wir Sie kennen würden sollten wir doch etwas Unternehmen. Wer sollte es anders sein, Sekra natürlich! Wir stürzen los und erlebten gerade noch mit, wie Sekra versucht das verlorene Gold zurückzugewinnen. Es geht dabei um 20000 Silber! Der Kadavermensch macht Sekra das Angebot um 20000 Silber oder ein Leben als Kadavermensch zu spielen. Bevor wir noch was tun oder sagen könnten nimmt Sekra den Deal an und .......verliert.

Noch bevor einer von uns oder von den umstehenden etwas unternehmen kann beginnen die Kadavermenschen mit dem Abbau der Buden und Zelte. Um uns her fängt ein ärgerliches Gemurmel an doch bevor es ernst werden könnte ziehen die ersten Kadavermenschen auch schon los und scheinbar auf einen Schlag sind alle verschwunden und mit Ihnen Sekra.

Da es noch recht früh am Morgen war beschlossen wir zunächst noch ein paar Stunden zu ruhen um dann Torgak von dem Erlebten zu berichten.

20. Raquas 1506 TH

Einige wenig erholsame Stunden der Ruhe später, brechen wir zu Torkag auf. Unsere Kameraden im Kampf hatten sich leider noch nicht wieder eingefunden. Wir vertrauten auf die Fügung des Schicksals und hofften Sie später wieder zu treffen.

Kaum im Rastlosen Troll angekommen treffen wir auf Torgak und fangen an ihm die Erlebnisse zu berichten, von der Verschwörung gegen die Zweigeborene und dem Spielerpech der Tskrang. Torgak nimmt die Sache sehr ernst und bittet uns Sekra zu helfen. Dabei könnten uns die Erfahrungen eines gewissen Omak Bastabus helfen. Er beschrieb uns die Lage seines Hauses und wir machten uns sofort auf den Weg.

Dort angekommen fanden wir ein prachtvolles Haus, welches uns in seinem Glanz an die vergangenen Tage von Thera erinnerte. Auf unser Klopfen hin öffnete ein Bediensteter die Tür und lies und nach kurzem Hin und Her in das Reich seines Herren eintreten. Omak Bastabus enttäuschte uns nicht und erschien in ein prachtvolles Gewand gekleidet, das selbst bei den berühmtesten und bestgekleidesten Schwertmeistern noch zu neidvollen Blicken gereicht hätte. Sire Bastabus sagt er kann uns gegen eine „kleine“ Gefälligkeit den geheimen Zugang zu den Katakomben der Kadavermenschen bekannt geben. Die Gefälligkeit bestünde darin ein kleines Paket nach Syrtis zu bringen. Zusätzlich wäre eine Aufwandsentschädigung von 100 Silber pro Mann für uns zu holen.

Um den Handel mit Sire Bastabus abzuschließen verlangt er von uns einen Blutschwur abzulegen. Darin schwören wir, auch für unsere nicht anwesenden Kameraden, unmittelbar nach diesem Auftrag für Omak Bastabus zu arbeiten. Nach kurzem Dank an Sire Bastabus machen wir uns auf den Weg und erreichen das beschriebene Haus ohne Zwischenfälle. Die Gegend kennen wir bereits denn dort hatten wir vor wenigen Doppelstunden die Ogger zum Eislaufen eingeladen. Diesmal jedenfalls störte uns bei unserem Vordringen keiner. In dem Haus sagte die Beschreibung von Bastabus, dass ein Loch im Boden uns den Weg weisen würde. Leider hatte jemand diesen Eingang mit einer riesigen hölzernen Platte verschlossen.

Ich schätzte mit kurzem Blick diese Platte ab und warf danach einen kurzen Seitenblick auf meine Gefährten, einen Winzling und einen Senioren. Na Prima dachte ich mir, mit Stärke ist hier wohl nix zu machen also machen wir es mit dem Verstand. Während ich noch diesen Gedanken zu ende dachte, sprang der kleinste unserer Gruppe auf das Brett und fing an einen Spruch zu Murmeln. Ein ziemlich großer und vor allem lauter Blitz schlug dann in der Platte ein. Bei genauerem hinsehen konnte man auch eine leicht verkohlte Stelle sehen. Wenig begeistert machte ich mich in dem Gerümpel des Hauses auf die Suche nach brauchbaren Verlängerungen um einen Hebel an dem Brett ansetzen zu können. Nach kurzer Zeit fand ich dann auch einen Gegenstand und kantete diesen unter das Brett mit einem gemeinsamen Ruck schafften wir es so auch die Abdeckung zu verschieben. Leider war das Loch aber noch nicht zu sehen. Nun gingen wir dazu über die Platte mit dem Hebel anzuheben und runde Hölzer unterzulegen. Nach wenigen Minuten hatten wir dann die große Platte auf Rollen, die sich nun auch verhältnismäßig leicht bewegen ließ. Damit war es auch gar nicht so schwierig das Loch freizulegen. Doch wie wir feststellten war dies erst der Anfang der Schwierigkeiten. Nachdem wir eine Fackel in die Tiefe geworfen hatten (ich glaub der Windling hing auch dran) konnten wir erkennen, dass es ohne Vorsprünge öder Stufen ca. 4 Manneslängen in die Tiefe ging. Wir gingen also daran alte Lumpen zu suchen und Knoteten diese in die Mitte der langen Stange mit der wir schon die Platte bewegt hatten. Diese schoben wir in die Mitte des Loches und kletterten nacheinander in die Tiefe. Freundlicherweise (oder waren das andere Gründe?) ließ mir Pyco den Vortritt. Doch ich hatte es wohl ein wenig zu eilig oder wurde durch den Anblick Valentiens der mich doch sehr an ein zu großes Glühwürmchen erinnerte abgelenkt, jedenfalls Rutschte ich die letzten 2 Meter ab und konnte mich nur durch meine Geschicklichkeit vor Schaden bewahren. Pyco erstaunte mich sehr als er zwar sehr langsam und nicht besonders elegant aber ohne abzurutschen das Seil herunterkletterte.

Nunmehr waren wir auf dem Boden der Grube und stellten fest, dass es einen abzweigenden Gang gab. Wir verloren keine Zeit weiter und mit mir an der Spitze drangen wir weiter in den Tunnel vor.

Nach ein paar Schritten in den dunklen Gang der recht grob aus dem Erdreich herausgeschlagen und nicht befestigt war, hörte Valentien eine Stimme.

>>Sicher denkt nun der eine oder andere von euch „Sicher hört der ne Stimme“ nicht anders ging es mir!<<

Valentien berichtet uns ,schlotternd vor Angst, dass er eine Stimme vernommen hätte die sagte: “Folgt dem Plan und denkt an die Belohnung“ Nach kurzem Grübeln beschließe ich vorsichtig uns möglichst leise weiter vorzudringen. Nach ein paar weiteren Schritten ist plötzlich der gang versperrt. Ein Erdrutsch muss den ehemaligen Geheimen Zugang verschlossen haben. Doch bemerken wir, dass am oberen Rand noch Stellen sind an denen ich meinen Arm auf die andere Seite durchstrecken kann. Wir räumen also so schnell und leise wie möglich einige der großen Brocken beiseite und schaffen es auf diese Weise durch den Dreck kriechend (was macht man nicht alles für seine Freunde) die andere Seite zu erreichen. Dort angekommen bemerken wir einen hellen Lichtschein am ende des Ganges. Wir schleichen uns leise auf dieses Licht zu und stehen nach einem Dutzend Schritten am ende des Ganges. Dieses Ende liegt in etwa 1 Manneslänge über dem Boden eines sehr großen Saales. Ich stelle fest, das sich eine kleine Anzahl von Kadavermenschen versammelt hat und den Worten einer großen Kadaverfrau lauscht. Diese spricht eine Art Beschwörungen aus leider gelingt es mir nicht zu verstehen was genau Sie sagt. Aber allein aus den Gebärden der Zuhörer schließe ich, dass es sich um die „Zweigeborene“ handeln muss. Sie spricht von einer Erhöhung aus auf der sich ein aus Schädeln und Knochen gefertigter Thron befindet. Kurz darauf entdecke ich Sekra, diese liegt auf einem Altar unmittelbar neben dem Thron der Zweigeborenen.

Mit einem Ruf unterbreche ich die Stimme der Zweigeborenen und sage: „Hör mich an würdige Königin der Kadavermenschen, Dein Leben ist in Gefahr, wir kommen in Frieden und wollen helfen!“...zunächst schien es als ob alle erstarrt wären. Dann ging ein rauen durch die Menge der versammelten Kadavermenschen. Und plötzlich ein Ruf:“ Tod der Zweigeborenen“ Daraufhin drängten sich eine Handvoll Kadavermenschen durch die Menge der anderen in Richtung der Königin. Diese ergreift die Fluch und wendet sich in unsere Richtung. Aufatmend will ich Ihr meine hand reichen um Sie in Sicherheit zu bringen, doch kurz vor der wand bleibt Sie stehen und ruft uns zu wenn Wir wirklich gekommen wären um zu helfen sollten wir das beweisen und Ihr und ihrem Volk beistehen. Daraufhin drehte Sie sich um und lief wieder zurück zu Ihrem Thron. Fluchend schwang ich mich aus dem Ausgang des Ganges und Stürmte mit gezogenem Schwert hinter der Königin her. Ich versucht dabei auszumachen wer Freund und wer Feind war. Pyco und Valentien treffen wenige Augenblicke später bei der Königin ein und wir bilden eine Art Kordon vor der Königin. Irgendwie fand Pyco dabei noch die Zeit die Fläche direkt vor dem Thron zu vereisen. Wiederum lagen nahezu alle auf der Nase und waren derart aus dem kampfgeschehen genommen. Den wenigen denen es gelang festen und sicheren Halt zu erlangen standen meine Kameraden und ich gegenüber. Lächerlicherweise greifen uns lediglich drei Kadavermenschen an. Mit wenigen Schlägen treiben wir diese in die Flucht. Einzig ein riesiger Wurm welcher aus einem Loch unmittelbar hinter dem Thron der Königin erschien schein ein schwierigerer Gegner zu werden. Doch irgendein Instinkt verleitete das Tier dazu nach einem hieb sich wieder zurückzuziehen. Mittlerweile hatten sich die treuen Anhänger der Königin in der Halle eingefunden. Sicherlich alarmiert durch die Kampfgeräusche eilten immer mehr herbei und die letzten verbliebenen Umstürzler wurden schnell besiegt. Für uns gab es nach wenigen Sekunden rasenden Kampfes nichts mehr zu tun und steckten daher unsere Waffen wieder zurück.

Die Zweigeborene wendet sich uns zu und wir erstarren in Erwartung ihrer nächsten Worte. Glücklicherweise sind diese nächsten Worte, Worte des Dankes an uns. Sie fragt wie wir es geschafft hätten in ihr Reich einzudringen. Wir geben den Weg preis und die Zweigeborene nickt wissend. Wir bringen das Gespräch dann in eine andere Richtung und bitten die Zweigeborene um das Leben von Sekra.

Die Zweigeborene wiegt Ihren Kopf und erklärt dann, dass wir für Sie und ihr Volk großes geleistet hätten Sekra also als Zeichen ihres Dankes das Leben unter den Sterblichen zurückgegeben wird.

Sekra ist überglücklich und eingedenk der zuletzt gemachten Erfahrungen kann man annehmen, dass Sie so schnell auch nicht wieder zu spielen beginnen wird.

Zurück in Parlainth erzählt uns Sekra aus Dankbarkeit über Ihre Rettung, was Sie bereits über das Amulett in Erfahrung bringen konnte:

Das Amulett von Derak Tol Amara

Kein geringerer als Derak der Dämonenjäger war der letzte Besitzer des Amulettes gewesen. In seinem letzten kampf wurde er von einem Dämonen verletzt. Dieser Dämon Adugank konnte noch besiegt werden, doch die Verletzung war tödlich. Sterbend floss sein Blut über das Amulett und gab ihm seine Kraft.

Sekra meint Sie könnte 2 weitere Wochen mit dem Amulett verbringen und noch weitere Informationen über das Amulett herausfinden. Wir beraten uns kurz und beschließen das Amulett noch bei Sekra zu belassen, da wir ihr Vertrauen können wie uns selbst. Nachdem wir uns von einer überglücklichen und von großer Dankbarkeit erfüllten Sekra verabschiedet hatten beschlossen wir unsere Geschichte zu verkaufen. Und wer anderes als die ehemalige Schwertmeisterin Vardigul die Händlerin der tausend Geschichten könnte dafür besser geeignet sein? Also machten wir uns auf zu Ihr und verkauften für 50 Silber die Geschichte der Zweigeborenen an die Händlerin. Dabei sorgten wir durch geschickte Verhandlung dafür, dass unsere Namen unsterblich mit dieser Geschichte verbunden wurden. Ich legte damit einen großen Stein in mein persönliches Bauwerk genannt Zukunft!

Pyco beschloss dann nach diesem so erfolgreichen Tag noch einen Versuch zu machen einen Faden in einen unserer erbeuteten Gegenstände zu weben. Dafür suchte er sich den „Frostbeutel“ heraus. Ich hatte zwar schon Gerüchteweise von dieser Art der Magie gehört, aber noch nie gesehen wie so etwas gemacht wird. Allerdings weis ich wenn ich noch ein wenig mehr Erfahrung sammle und auf die großen Schwertmeister treffe und von Ihnen lerne dann wird auch mir bald die Gabe gegeben sein Fäden zu weben. Trotzdem verfolgte ich die weiteren Dinge äußerst gespannt. Nachdem Pyco einige Sätze gemurmelt hatte und ein paar seltsame Bewegungen mit seinen Händen ausgeführt hatte war mir als hätte der Beutel sich bewegt.

Wie Pyco herausfand hatte er eine magische Waffe in der hand. Der Beutel konnte eine beliebige Anzahl von Eisstücken produzieren und vom können des Besitzers war abhängig wie erfolgreich er damit gegen Angreifer vorgehen konnte.

Nach einem derart erfolgreichen Tag beschlossen wir uns zur ruhe zu begeben und am nächsten Tag unseren mittlerweile wieder aufgetauchten Kameraden die Ereignisse der vergangenen Stunden zu erzählen.

Ich möchte mich bei meinen Zuhören für Ihr Interesse bedanken und wünsche euch im Lichte von Thystonius ein segensreiches und glückliches Leben.

Euer Ilaris Schwertmeister

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