auch heute wird uns Pyco Elementarist die reine Wahrheit und nichts als die Wahrheit berichten

14. Raquas 1506 TH

Nachdem wir nun die Höhle verlassen hatten, befanden wir uns auf einer kleinen Lichtung. Umgeben von hohen Bäumen und kein erkennbarer Weg davon fort. Nach einiger Suche entdeckte unser Windling rechts von uns etwas glitzerndes. Wie eine Elster stürzte er sich darauf und hatte kurze Zeit später eine Brosche in der Hand, die anscheint aber nur als Schmuck diente. Was viel wichtiger war an dieser Stelle verbarg sich auch ein nieder getrampelter Pfad in den Wald hinein. Also gingen wir in unseren üblichen Reihenfolge in den Wald hinein, keiner von uns hatte noch vor, lange an diesem schrecklichen Platze zu verweilen. Nur allzu bewusst waren uns noch der Gargyl und die anderen schrecklichen Gestalten. Nach 50 Meter kamen wir zu einer kleinen Lichtung auf der wir beschlossen zu rasten. Nach einem kurzen Streit zwischen dem Schwertkämpfer und derm Krieger wurde beschlossen je 2 Stunden Wache zu halten. Ich erklärte mich bereitwillig für die letzten 2 Stunden ein (dann sollte es schon wieder hell sein). Kurz vor Morgenanbruch überraschte uns noch der Krieger als er wie von Dämonen gejagt durchs Lager raste, weil ihn eine Katze erschreckt hatte.

15. Raquas 1506 TH

Wir beschlossen am Morgen uns ein wenig auszuruhen um uns weiterzuentwickeln und zu heilen. Ich konzentrierte mich dabei auf meine Spruchzaubererei und mit Erfolg konnte ich die letzten Geschehnisse dazu nutzen mich weiterzuentwickeln. Auch unser Windling erweiterte seine Fähigkeiten in der Spruchzauberei. Und unser Schwertmeister erwarb eine neues Talent, die Standhaftigkeit. Während unser Windling seine Wunden leckte, führte ich für mich selbst ein Karmaritual durch, was wunderbar funktionierte. Wir setzten am späten Nachmittag unseren Marsch fort, von unserem Flatterling erfuhren wir das er in der Nähe ein Dorf gesehen habe. Spontan vergrößerten sich meine Schritte in der wagen Hoffnung auf etwas Nahrung und vielleicht eine wenig gegen den Durst. So kamen wir nach 2 Stunden in einem kleineren Dorf an, das uns mit einem Friedhof überraschte. Das merkwürdige daran waren die vielen neuen, frischen Gräber. Als wir weiter in das Dorf vordrangen sahen wir verschlossene Häuser mit verrammelten Fensterläden. Die Dorfbewohner die unsere Ankunft mitbekommen hatte, öffneten ihre Türen und empfingen uns wie wahre Helden. Mich verwunderte das schon ein wenig, aber unser Schwertmeister war in seinem Element. Er sonnte sich in dem Jubel und der Begeisterung als hätte sie wirklich ihm gegolten. Hätte ich nicht seine letzten Kämpfe noch vor Augen, hätte ich wahrscheinlich auch geglaubt er wäre berühmt und wirklich gut. Eine Frau zeigte uns den Weg ins Nahe Gemeinschaftshaus, wo schon der Vorsteher (Turan) auf uns warten würde und viel wichtiger es frisches Bier geben sollte. Das dreistöckige Haus befand sich in der Mitte des Dorfes auf einem größeren Platz. Wir wurden herzlich empfangen und sofort von 2 hübschen, menschlichen Damen mit kaltem Bier und warmer Nahrung versorgt. Turan, der inzwischen zu uns gekommen war, erzählt wirre Geschichten von Räubern und das wir sie töten sollten. Es stellte sich heraus, dass das ein kleines Problem hatte und eine Abenteuergruppe suchte, welche dieses beseitigen würde. Er bot uns dafür jedem 60 Silberstücke an und nach einer kleinen Verhandlung auch kostenlose Heilung. Also beschlossen wir dies anzunehmen.

16. Raquas 1506 TH

Am nächsten Morgen machten wir uns auf dem Weg, Turan, der uns noch ein kleines Stück begleitet, hatte sah man die Angst merklich an. Wir schlugen uns also durch den Wald und kamen als bald in eine hüglige Landschaft die an beiden Seiten mit hohem Gras verwucherte. Meine gute Aufmerksamkeit ist es zu verdanken, dass ich die Stelle entdeckte an der wir rechts in Gras abbogen um einer Spur zu folgen. Wir erklommen einen kleinen Hügel und sahen einen Canyon mit einer Höhle. In dieser Höhle entdeckten wir 2 Personen die um ein Lagerfeuer saßen, sie rechneten wahrscheinlich nicht damit, dass sich jemand hier heraus wagen würde. Ich begann mit einem Verklebungszauber, der beide Höhlentrolle verschmelzen sollte. Wahrscheinlich durch ein lautes Geräusch von unserem Troll wurden die Wesen aufmerksam und stürmten auf uns zu. Unsere Krieger stürmten diesen entgegen, so dass der Kampf in unmittelbarer Nähe des Höhleneinganges stattfand. Die Schläge des ersten Höhlentrolls, der früher losgerannt war, trafen unseren Schwertmeister so schwer, dass er zu Boden ging. Als der zweite Troll zum Angriff ansetzte und auf unseren liegenden Schwertmeister einschlagen wollte, kam mein Zauber zur Wirkung. Er blieb mit dem Ellbogen am ersten Höhlentroll hängen und durch den Schwung drehte er sich um die eigene Achse. Er konnte sich zwar mit diesem Schwung wieder lösen, aber der Angriff war verhindert. Gemeinsam schlugen wir also auf sie ein. Als der erste Troll plötzlich sich am Schwertmeister vorbeidrängte und auf mich losging. Gehindert durch den Schwertmeister konnte er nicht so gut ausholen und traf mich mit geminderter Stärke. Meine Wut verstärkte sich um ein Vielfaches und mein folgender Erdpfeilzauber zeigte seine Wirkung. Die Pfeile jagten jeder einzeln in den Körper des Höhlentrolls, so dass dieser bei jedem Treffer laut aufheulte. Nach wenigen Sekunden ging er leblos zu Boden. Der Krieger hatte inzwischen zu einem wuchtigen Schlag ausgeholt so dass auch der zweite Höhlentroll von dieser Welt schied. Eine Untersuchung der Höhlentrolle erbrachte ein paar wenige Silberstücke. Der Schwertmeister dem man seine Wunden merklich ansah durchsuchte die Höhle und stellte zu unserem Erschrecken fest, dass noch ein Höhlentroll in der Nähe sein musste. Neben den drei Betten fand er etwas Silber und ein Amulett, welches er aber sofort in seinem Gepäck verschwinden ließ. Wir beschlossen uns ein wenig zu erholen und auf den dritten Höhlentroll zu warten. In der kurzen Zeit der Ruhe konnte ich meine kleineren Wunden versorgen und fühlte mich wieder gesund, aber unser Schwertmeister sah nicht sehr gut aus. Unsere Ruhe wurde unterbrochen als der dritte Troll eintraf, irgendwie sah er nicht so aus also ob er uns erwartet hatte. Er schmiss nach einer kurzen Zeit der Verwunderung seine erjagte Beute weg und stürmte auf uns zu. Auch mit diesem Höhlentroll machten wir kurzen Prozess, wobei unser Schwertmeister wieder einmal bewies das er alles kann nur nichts richtig, vor allem beim Umgang mit seinem Schwert. Beim Streit um die Beute des dritten Höhlentrolls musste ich erst unseren Windling zurechtweisen um meinen verdientes Silber an mich zu nehmen. Wir kehrten langsam ins Dorf zurück und wurden schon freudig von allen Leuten empfangen. Im Gemeinschaftshaus angekommen genossen wir ein Bier und amüsierten uns über den Schwertmeister, der trotz schwerer Verwundungen aus unserem Kampf eine Heldengeschichte machte in der er natürlich die Hauptrolle spielte. Als er sich damit genug Befriedigung verschafft hatte und dabei sorglos das Amulett (das bei meiner Untersuchung sich zwar als Magisch herausstellte, aber sonst nicht viele Informationen von sich gab) jedem gezeigt hatte, ging er zusammen mit dem Windling zur Heilerin. Kurz bevor ich zu Bett ging empfing ich dann noch unsere Bezahlung von 300 Silber und verwahrte diese für meine Freunde auf. Mitten aus dem Tiefschlaf gerissen stand der Schwertmeister vor mir und faselte etwas von seinem Silber. Ich entgegnete ihm, dass ich gerne meine Rausch ausschlafen wolle und wir dies auch Morgen tun könnten, aber er ließ mich einfach nicht ruhen. Also gab ich ihm nach einer Weile sein Geld, was mir leider entweder weil ich noch im Tiefschlaf weilte oder wegen der vielen Biere aus der Hand glitt. Die anderen Kameraden hatte unser Herr Schwertmeister natürlich auch geweckt, so dass ich ihnen ihr verdientes Geld auch übergeben konnte.

17. Raquas 1506 TH

Am Morgen erzählte uns der Schwertmeister, Turan hätte ihm Nachts noch erzählt, dass Amulett gehörte einem Freund von ihm, der es zu Hiermon in Haven bringen wollte. So beschlossen wir also dahin zu ziehen und dem großen Zauberer um Rat zu fragen. Nach einem halben Tagesmarsch offenbarte sich vor uns Parlainth. Die einstmals schönste Stadt von Barsaive, war vieler Ortes schon verfallen. Die großen Bauten und Türme waren verfallen. Welchen Glanz musste diese Stadt vor der Plage ausgestrahlt haben. In Haven wimmelte es von Leuten, im Gegensatz zum Dorf konnte man sich nicht wirklich wohl fühlen. Es gab alle Rassen und Arten von Namensgebern, die alle sich gegenseitig misstrauisch beobachteten. Nach einiger Suche fanden wir Brenulas Waffenladen, in diesem sollte sich auch unserer Zauberer aufhalten. Also betraten wir das Geschäft. Brenula war noch deutlich misstrauischer als allen anderen auf der Strasse, sie musterte uns einzeln und berührte dabei ein Amulett unter ihrer Kleidung. Als sie dies getan hatte, sah sie zwar nicht unbedingt freundlicher aus, aber sie verriet uns das Hiermon im 1. Stock weilte. Hiermon Zimmer sah man an, dass hier ein wahrer Zauberer studierte. Und auch ihm und seinem Verhalten merkte man dies an. Er war begeistert von unserem Amulett und schlug uns vor dieses zu analysieren. Leider würde dies ca. 2 Wochen in Anspruch nehmen. Wir könnten ja in Zwischenzeit für ihn eine Aufgabe erledigen meinte er. Nach einigem zähen Verhandeln sah unser Deal folgendes vor. Wir gehen für ihn in der Blutwald, dafür analysiert er uns das Amulett, gibt uns Reittiere und jedem einen Gutschein über 100 Silber. Unsere Aufgabe würde darin bestehen zum Blutwald zu reiten, dort mit einem Runenstab Einlass zu erbitten und einem Blutwächter Namens Takaris ein Packet zu übergeben. Im Austausch dafür erhielten wir Blutefeu, welches der Zauberer benötigt. Weiterhin gab uns der Zauberer zu verstehen, dass wir es vermeiden sollten anderen über unser Auftrag zu erzählen und das der Inhalt des Päckchens für uns uninteressant sei. Wir nahmen also den Auftrag an und gingen wieder zu Brenula um unsere neu erworbenen Gutscheine in Ausrüstung umzuwandeln. Unser kleiner Windling erwarb eine etwas zu große Lederrüstung und ein kleines Schwert. Der Schwertmeister entschied sich nach langer Suche für eine Kettenrüstung und borgte sich dafür auch noch Geld vom Krieger. Mir hatte es eine Blutkieselrüstung angetan, aber der Preis sagte mir, dass dies noch eine Weile warten müsse. So endete ein weiterer Tag in unserer Geschichte.

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