Der dritte Dämon

29. Borrum 1506 TH - Fortsetzung

Wir verliessen die Höhle und schlugen uns zu unserem Drakkar durch. Karl ging ans Ruder und flog uns in Richtung der wartenden "Blutroten Dämmerung". Bald hatten wir dieses auch erreicht und die Besatzung winkte uns fröhlich zu.
Plötzlich bemerkte ich aus den Augenwinkeln etwas und als ich in die Richtung sah, entdeckte ich einen roten Feuerball der auf unser Hauptschiff zuflog. Er kam von einem riesigen, schwarzen Schiff, das auf unser Hauptschiff zu hielt. Nach dem Einschlag des ersten Feuerballs, wurde es hektisch auf dem Hauptschiff. Aus dem Ausguck kamen die Rufe "Piraten, Piraten" und unten rief Trimsby Kommandos um sein Schiff auszurichten und die Kanonen abzuschießen. Karl der von dem Geschehenen etwas überrascht wurde zog zu kräftig am Ruder so das sich unser Drakkar schräg stellte. Kathleen und York gingen über Bord. Zum Glück waren wir nur 5 m über einer Schnee bedeckten Hochebene, so das ihnen nicht fiel passierte. Ich feuerte eine meiner Eisbolen mitten in auf das Katapult des feindlichen Schiffes und verhinderte somit weitere Feuerbälle. Karl fing sich und unser Schiff und ihm gelang es an unser Hauptschiff anzudocken. Inzwischen hatte auch das Piratenschiff auf der anderen Seite angedockt so das sich das Deck unseres Schiffes schnell füllte. Unseren Kämpfern und der kleinen Besatztung standen plötzlich eine Unmenge von Kadavermenschen über und der Strom ihrer ließ nicht nach. Während unsere Besatzung und die Kadavermensch ebenbürtig zu sein schienen gingen unsere Kämpfer durch die Reihen der Kadavermenschen wir mit einer Sense. Sekündlich flogen Köpfe durch die Gegend und spritze Blut das ganze Schiff voll. Ede schwang sich auf das Piratenschiff und überraschte die drei am Ruder stehenden Kadavermenschen, so das diese schnell und lautlos fielen. Valentin und ich feuerten mit unseren magischen Angriffen gegen die Kämpfer des anderen Schiffes. Trotz unser Stärke schien die unermessliche Anzahl von Gegnern nicht nachzulassen. York kletterte an dem herabgelassenen Seil wieder auf unseren Drakkar und stürmte mitten in die Massen der Kadavermenschen. Während Orm und York mit fremden Blut überströmt sich freuend durch die Massen hackten, tänzelte Ilaris nicht nur den Schwertern sondern auch dem Blut ausweichend von einem Gegner zum anderen und sah dabei hochkonzentriert aus. Nur ein Leuchten in seinen Augen verriet die Freude über den Kampf.
Auf einmal hörte ich wie Valentin etwas über da Buch rief und hinter unserem Schiff hinabflog. Ich eilte auf meinem Thron hinterher und sah wie sich 20 m entfernt 20 Wesen auf Valentin stürzten. Die Wesen sahen aus wie kleine Teufel (Windlingteufel könnte man sagen, denn auch sie konnten fliegen). Sie schienen Valentin zwar nicht sehr zu verletzen, aber bei so einer Masse verliert man schnell den Überblick. Ein andere, gleich große Gruppe flog in Richtung des Piratenschiffes und hatten unser Buch dabei. Es schien fast sie also ob sie damit fangen spielen würden. Sie warfen es sich gegenseitig zu und schien dabei viel Spaß zu haben. Ich feuerte eine Eisbola hinterher und hatte Glück denn dem Teufel, der das Buch gerade fangen wollte glitt es auch den Händen so das es zu Boden fiel. Sofort stürzte sich die Meute hinterher und am Boden konnte man durch die entstandene Schneewolke nichts mehr sehen. Valentin stürzte sich auch hinterher und konnte bei dem Wettkampf um dass Buch gewinnen. Als er es gerade hatte, kam einer der Teufel und riß es ihm aus der Hand. Ich war inzwischen bei der Meute angekommen und meine erneute Eisbola ließ das Buch erneut auf den Schneeboden fallen. Dieses mal waren die Teufel schneller und sie hatten bevor ich das Buch auch entdecken konnte dieses schon wieder in den Händen. Meine dritte Eisbola ließ das Buch erneut hinabfallen, nur waren wir inzwischen an einem Abhang angekommen, so dass das Buch den Abhang 30 m runter fiel. Mein Thron ermöglichte mir es dieses mal der erste beim Buch zu sein und dieses zu ergattern. Mit der hohen Geschwindigkeit meines Thrones hatten die Teufelnicht gerechnet sie verfolgten mich, aber waren nach kurzer Zeit schon bedrächtlig zurück gefallen. Karl der dies gesehen hatte, beschleunigte mit dem Drakkar und hohlte mich kurz darauf ein, mit der hohen Geschwindigkeit des Schiffes verloren wir schnell die Teufel aus den Augen.
Ich konzentrierte mich auf meine Kameraden, über die Gruppenstruktur empfang ich keinerlei Schmerzen, also schien es ihnen gut zu gehen. Das wichtigste war das Buch. Nachdem ich dieses an unserem Schiff festgeklebt hatte, beschäftigte ich mich damit. Leider war es auf windlingig geschrieben so das ich nur nach Symbolen und Bildern gehen konnte. In dem Augenblick als ich spürrte wie sich meine Kameraden in Bewegung setzten, ihr Schiff musste also von dem anderen losgekommen sein, entdeckte ich Bilder von kräßlichen Monstern. Dies konnten eigentlich nur Dämonenkonstrukte sein. Die Seite schien wichtig zu sein. Ein Blick auf die Seite brachte mich zu der Überzeugung, das ich zurück zu Valentin musste, ich konnte alleine nichts tun. Also drehte Karl den Drakkar und beschleunigte ihn nochmals, soweit es in diesem Schneegestöber überhaupt möglich war. Keine Minute später erschienen die beiden Schiffe vor unseren Augen. Auf unserem Deck hatte die Anzahl der Kadavermenschen deutlich nachgelassen. Dafür warteten auf dem Piratenschiff weitere darauf das dieses erneut in die Reichweite unseres kam. Auf unserem Deck entdeckte ich auch zwei Gargyle, die schon am Boden lagen und zwei Schwarze Knechte. Einer der Schwarzen Knechte ging gerade zu Boden, getroffen von Ilaris Schwert. Zwei meiner Eisbolen und einiger Schläge meiner Kameraden später ging auch der zweite Knecht zu Boden. Valentin den ich herbeigerufen hatte begann den Spruch den ich ihm zeige vorzulesen. Ich wusste zwar nicht was da stand, aber ich hoffte das Valentin genug Kontrolle über sich hatte und uns damit half. Auf dem anderen Schiff kam ein alter Mann an Deck, bevor ich mich noch auf ihn konzentrieren konnte, entstand wie aus dem Nichts eine rießige, grüne Wolke auf unserem Hauptschiff. Die Besatzung und meine Kameraden die von der Wolke eingehüllt waren, fielen sofort um, und ich spürte das sie nicht nur das Bewusstsein verloren hatten. Valentins Zauber schien sehr kompliziert zu sein, er wob einen Faden nach dem anderen uns schien sich mehrer Male zu verheddern. Erst nach einige Minuten ewigen Wartens nahm sein Gesicht ein Lächeln an und auf dem anderen Schiff war ein unerträglicher Schmerzenschrei zu hören. Der alte Mann fiel wie in der Hälfte zerteilt auseinander und aus ihm heraus schlüpfte eine hässliche Kreatur. Über dieser öffnete sich wieder dieser blaue Nebel und begann zu rotieren. Von dem Strudel angezogen verschwand die Kreatur und schrecklichen, schrillen Tönen in dem Nebel, bevor sich dieser auflöste.
Ich eilte auf das andere Schiff und fühlte die leeren Hüllen meiner Kameraden, der Besatzung und auch der Kadavermenschen. Erst tief in der Nacht legte ich mich zur Ruhe mit der Gewissheit keine Kameraden verloren zu haben. Die Besatzung, die trotz meiner Hilfe um die Hälfte geschrumpft war, begann mit den Reparaturen und den Vorbereitungen für unseren Rückflug.
Valentin hatte es inzwischen erfolgreich geschafft einen der Besatzung zu markieren. Auch wenn die Schönheit der Tätowierung mehr aus der Möglichkeit kam, das Valentin wieder tätowieren konnte.

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