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8. Doddul 1506 TH
Wie sich jeder eininnern wird hatten wir den Auftrag bekommen, die Diebstähle und den Mord an einer der Stadtwachen i der großen halle von Throal aufzuklären. Nachdem wir so ganz nebenbei auch noch die unter Throal lebenden Tskrang vor dem Tod durch verhungern gerettet hatten, kehrten wir in dem Bewusstsein einer siegreichen Schlacht wieder nach Throal zurück.
Kaum waren wir in der großen halle mit dem Basar angekommen, als auch schon der fette Händler erschien um uns zu fragen was wir herausgefunden hatten. Als wir ihm sagten, das wir unter der Stadt eine Siedlung der Höhlentrolle gefunden hätten und diese auch vernichtet worden sei. Zog er die Stirn in Falten und meinte zu mir, „Ob ich ihn den Veralbern wollte?“ Doch ich sagte, das diese Geschichte korrekt sei und bot ihm an zu zeigen, wo wir einen weg in den Untergrund gefunden hatten und wenn’s es sein muss auch die Siedlung der trolle selbst. Daraufhin meinte er nur recht unwirsch, das er für solche albernheiten keine zeit hätte und gab uns die versprochene Belohnung. Ich hatte ihn zwar im Verdacht, dass er uns nicht alles gab, was die anderen Händler als Belohnung für die Aufklärung der Diebstähle gegeben hatten. Aber wir hatten keine Beweise und die Tskrang wollte ich nicht verraten. Zumal ich glaube, dass er uns diese Geschichte auch nicht abgenommen hätte. Trotzdem nehme ich mir vor noch besser van meinen Talenten zu arbeiten die mir helfen anderen Leuten meine Meinung aufzuzwingen . Das soll nicht heißen, dass ich Lüge aber manch mal ist es eben besser die Wahrheit für den Betrachter etwas zu beschönigen.
Doch einerlei, wir machten uns wieder auf den weg. Orm musste seine verbesserte Klinge beim Waffenschmied abholen und Pyco wollte versuchen Bücher zu kaufen. Also trennten wir uns. Wenig später sah ich einen breit grinsenden Orm auf mich zukommen. Von der anderen Seite näherte sich Pyco. Der allerdings schaute etwas verdrossen drein. Kaum hatten mich meine beiden Freunde erreicht wurde ich recht unsanft von einer Elfin angerempelt. Und um der Frechheit die Krone aufzusetzen, versuchte dieses dreiste Ding auch noch meine Geldbörse zu stehlen. Mit einem schnellen griff packte ich die Elfin an ihrem Mantel und hielt Sie fest. Darauf wollte Sie sich lautstark beschweren, was mir den einfiele. Ich erwiderte Gleichmütig, das die Kerker Throals voll wäre von Leuten die andere um ihr hab und Gut bringen wollten. Sie versuchte sich herauszureden und versicherte mir nur gestolpert zu sein. Beim versuch sich abzufangen, hätte Sie halt versehentlich meine Tasche berührt. Ich musste laut auflachen. Orm und Pyco schlossen sich meinem Lachen an und ich schubste die Elfin mit den Worten davon : „Lass dich nicht mehr in meiner nähe blicken sonst sorge ich dafür, dass dir die Finger abgeschnitten werden“ Erbleichend wich die Elfin zurück und verschwand bald in der menge. Einen Moment lang schien es mir als hätte sich ein Obsidianer an ihre Seite gesellt. Kopfschüttelnd wandte ich mich meinen Kameraden zu und mit einem mal fiel mir auf, das wir nunmehr zu dritt waren. Darauf angesprochen, schauten auch meine beiden Freunde betroffen aus. Valentin und Ede hatten sich so langsam aus unserer Mitte entfernt, dass wir ihr verschwinden erst bemerkten als Sie schon zu weit weg waren. Niedergeschlagen versuchten wir einen grund für ihr weggehen zu finden. Aber es wollte uns keiner einfallen. Also versuchten wir uns damit zu trösten, dass es ihre Entscheidung allein war und sie es nun vielleicht besser hatten. Zwar wollten wir nicht recht daran glauben. Aber vielleicht waren die beiden noch nicht reif für eine Abenteurergruppe. In meinem Geist zogen die Bilder gemeinsamer schlachten vorüber. Die ausgestanden Ängste und Sorgen. Die Gewonnen Schlachten. Das alles sollte nun vorüber sein. Irgendetwas in mir wollte dieses Tatsache nicht wahrhaben. Aber Valentin und Ede waren nicht mehr bei uns. Das war die Realität! Pyco versuchte durch betonte Aktivität unsere Gedanken in eine andere Richtung zu lenken. So forderte er uns auf ihm zu folgen, wenn er die legendäre Bibliothek von Throal besuchen würde. Nicht, dass mich das interessiert hätte aber ich war noch so betroffen und in Gedanken, dass ich mich ohne wiederrede anschloss und Orm trottet ebenfalls etwas benommen hinterher. Nach einiger Zeit ich hatte schon aufgehört die Höhlen und Gänge zu zählen die wir querten erreichten wir ein imposantes in blau gehaltenes Gebäude. Erst wollten darum herum gehen. Doch es fiel uns ein Tisch auf mit einem Bürger Throals der einen wichtigen Eindruck ermittelte. In seiner Nähe standen zwei Wachen, die ebenfalls den Eindruck der Wichtigkeit vermittelten. Das alles lies uns vermuten die Bibliothek gefunden zu haben. Und tatsächlich gegen Entrichtung eines nicht unbescheidenen Obulus „Zur Erhaltung der großen Bibliothek“ dürfe man eintreten. Da weder Orm noch ich des Lesens kundig waren, weigerten wir uns Pyco zu begleiten und gaben ihm 2 Stunden Zeit seine Sachen zu erledigen.
Orm und ich setzten uns derweil auf eine nahestehende mauer und Unterhielten uns über die weiteren Möglichkeiten. Mit dem Weggang unserer bisherigen Gefährten waren wir eine sehr kleine Abenteurergruppe geworden und müssten nun bei den nächsten Aufträgen besonders aufpassen. Orm sah es wie immer nur von der praktischen Seite. Besonders missfiel ihm, dass beide nicht in der Schlacht gefallen waren sondern als Feiglinge ohne einen Abschied aus unserer Mitte verschwunden waren.
Ich sah mehr die menschlichen Aspekte wusste aber aus vielen Gesprächen von früher, dass es keinen Sinn hatte mit Orm über Gefühle zu sprechen. Manchmal war ich mir sehr sicher, dass er einsam und allein sterben würde. Schulterzuckend wandte ich mich wieder dem großen Portal zu, durch das Pyco gegangen war und just in diesem Moment kam er heraus. Dafür, dass er sich bei uns fast das Geld leihen musste um erst hineinzukommen sah er sehr zufrieden aus. Doch wieder einmal wollte er nicht mit der Sprache herausrücken, was ihn den so glücklich machte. Manches mal nervt unser Elementarist mit seiner Geheimniskrämerei. Er ging noch ein paar Schritte drehte sich kurz um und forderte uns zum folgen auf. Sprachs und verschwand wieder in seinem seltsamen Thron.
Orm und ich warfen uns einen bezeichnenden Blick zu und folgten unserem Lauffaulen Freund. Wie sich herausstellet strebte Pyco wieder dem großen Markt zu. Irgendwie muss in der Bibliothek ein mangel an Büchern herrschen, den kurze Zeit später feilschte Pyco auf seine im eigene tapsige Art mit einem Händler um ein paar vergammelte fetzen Papier. Teilweise war nicht mehr zu erkennen, ob der Fetzen teil eines Buches gewesen war oder vielleicht nur ein Steckbrief. Doch Pyco lächelte wieder über das ganze Gesicht und meinte zu uns: „Jetzt kann ich bald alle Sprachen lesen!“. Mir erschloss sich dieser Satz nicht so ganz. Aber irgendwie meinte er wohl, dass ihn die gekauften Fetzen in die Lage versetzen die Sprachen zu lernen, die er bisher noch nicht beherrscht.
Nachdem nun alle Geschäfte erledigt waren und keiner mehr den Wunsch verspürte Geld auszugeben, dass wir sowieso nicht hatten, beschlossen wir den Vorschlag einer der Wirte aus Märkteburg umzusetzen. Wir sagten uns, das wir nun genug Zeit in Throal verbracht hätten und hier einstweilen nicht mehr für unseren Ruf tun könnten. Gedacht getan! Wir verließen Throal und erreichten das Geschäft von Charboyya nach kurzer Zeit. Ich hatte mir Glücklicherweise sehr gut gemerkt, wohin wir uns zu wenden hatten. Bevor wir jedoch den Laden von Charboyya dem Seidenhändler betreten konnten, wurden wir von einem Elfen in dunkler Kutte aufgehalten. Vielmehr konnte man zunächst nicht erkennen um welche Rasse es sich handelte, da die Kapuze bis weit ins Gesicht gezogen war. Er wandte sich direkt an mich und sagte mir, das sein Name Merkinor sei und er hätte ein paar kurze Fragen an mich. Da wir sowieso nicht viel zu tun hatten gewährte ich im mit einem Nicken mein Einverständnis. Also fragte mich Merkinor, ob ich nicht schon einmal im Blutwald gewesen sei. Sofort wurde ich Misstrauisch! Verbanden sich mit dem Blutwald nicht nur positive Erinnerungen. Dennoch sagte ich langsam, dass ich bereits einmal dort gewesen sei. Der junge Elf fragte weiter, o b es auch richtig sei, dass ich mit der Königin Alachia gesprochen hätte. Auch hier gab ich bedächtig zur Antwort, das dies stimme. Nun wollte ich aber wissen, warum er dies erfahren wollte. Er sagte, dass er aus dem Blutwald käme und dort einer Gruppe von Elfen angehört hatte die sich mit der Suche nach einem Heilmittel gegen die Dornen beschäftigt hatte. Der Anführer dieser Gruppe hatte es mit den Kräften der mächtigsten Magier dieser Gruppe geschafft einen Dämonen zu bannen. Dieser Dämon berichtete, dass es ein Heilmittel gegen diese schreckliche Form der Verdammnis geben soll. Dazu müsste man weit in den Norden reisen und ein mächtiges Wesen Namens Bergschatten befragen. Der Führer und mein Ausbilder eilte sich diese Informationen direkt an Alachia zu geben. Doch diese wollte von solchen Dingen nichts wissen. Der Meister überzeugt von der Wahrheit dieser Information, drohte damit sich ohne die Hilfe der Königin auf den Weg zu machen und vorher das Volk der Blutelfen zu informieren. Alachia konnte dies nicht zulassen und lies den Meister und alle bekannten Anhänger seiner Gruppe töten.. Er selbst, berichtete Merkinor weiter, sei nur deswegen zunächst verschont geblieben, weil er die Prüfungen zur Aufnahme als Adept gerade erst geschafft hatte. Und keiner glaubte, dass er etwas wisse. Doch der Meister hätte sich an ihn gewandt mit der Bitte eine Person zu finden. Der Meister hatte gesagt, dass nur ein Mann dem Volk der Blutelfen Rettung bringen kann. Dieser Mann sei ihm in Träumen erschienen. Und Merkinor sagte, dass er sich sich sicher sei, dass ich dieser Mann währe, den der Meister in seinen Träumen gesehene hatte. Allerdings sei ich in einigen der Visionen jünger gewesen und in einigen sehr viel älter als heute.
Abschließend fragte mich der Elf ob ich bereit sei ihm und seinem Volk zu helfen. Ich bat um einen Moment Geduld und beriet mich mit meinen beiden Feunden. Pyco sagte, dass er spüre, dass der Elf den dunklen Mächten der Magie folge.. Er glaube, dass wir hier einen Geisterbeschwörer vor uns hätten.. Orm wiederum meinte, dass ihm das Schicksal der Blutelfen immer schon am Herzen gelegen habe und er sich hier gern einbringen würde. Nun schlussendlich wandte ich mich zu unserem Elfen um und sagte: „Du darfst uns begleiten und wir werden dir Schutz gewähren! Und wenn sich die Möglichkeit bietet, werden wir sehen, was wir für dein Volk tun können.“ Ich sagte ihm jedoch auch, dass wir vorher noch einige andere Aufträge annehmen würden. Auch weil er ja schließlich selbst gesagt hatte, dass ich sehr viel älter sein würde wenn wir sein Ziel erreichen. Damit wandte ich mich um und schritt auf den Eingang des Seidenladens zu. Überwältigt blieb ich nach dem eintreten mitten im Geschäft stehen. Unglaublich welche Stoffe in diesem Laden zu sehen waren. Ich hatte selten einen besser ausgestatteten und versorgten Stoffladen gesehen wie diesen. Es waren bereits andere Kunden im Laden die bedient wurden. Doch ein Mensch kam auf mich zu und fragte mich höfflich ob ich wegen des Auftrages gekommen sei. Ich bestätigte dies und der Bursche eilte von dannen. Schon wenig später kam der Besitzer des Geschäftes auf uns zu und ich Gratulierte ihm zu seinem wunderschönen Geschäft. Er bedankte sich und bat uns in sein Büro. Dort bot er uns zu essen und zu trinken an was wir gern annahmen. Vor allem unser neuer Begleiter Merkinor ließ sich nicht zweimal bitten von den Speisen zu nehmen. Charboyya fragte uns ob wir wüssten worum es bei diesem Auftrag ginge. Ich verneinte und er berichtete uns, dass er aus einem Dorf ca.15 Tagesmärsche entfernt stammen würde. Der Name dieses Dorfes wäre Hanto. Es liegt südlich des Vorsesees. Da er sehr an seinen Freunden und seiner Familien hängt, macht er sich so oft es geht auf den Weg in sein Dorf. Doch seine Geschäfte lassen es nur noch selten zu, dass er sich die Zeit für diesen Aufenthalt nehmen kann. Daher schreibt er viele Briefe an seine Freunde und diese Antworten ihm auf die gleiche weise. Bisher hat das wunderbar funktioniert und er konnte hervorragend Kontakt halten. Doch nun sind bereits zwei Boten verschwunden, die er nach Hanto schickte. Es gibt keine Lebenszeichen und man muss annehmen, dass sie umgekommen sind. Seine Bitte an uns ist es, dass wir 4 Briefe an seinen Bruder Emberica übergeben und die Briefe die wir erhalten wieder zurückbringen. Eventuelle Gefahren, die wir auf dem Weg entdecken sollen wir beseitigen um weiteren Boten eine halbwegs sichere Reise zu ermöglichen.
Wir waren mit dem Auftrag einverstanden und handelten eine gute Entlohnung für diesen Auftrag aus.
Es sollte jeder von uns 65 Gold erhalten und 10% davon sogleich übergeben. Zusätzlich übergab Charboyya uns noch 4 Holzamulette, die uns eine sichere Reise durch die Dörfer auf der Strecke gewähren sollen.
Wir bedanken uns und versprachen am nächsten Morgen aufzubrechen. Nachdem wir Geld, die Briefe und die Amulette erhalten hatten, machten wir uns auf den Weg in den uns bekannten Gasthof. Wir wurden von der Trollbesitzerin freundlich empfangen und speisten und tranken noch einmal ausgiebig. Während meine beiden Freund und ich am Feiern waren bemerkten wir mit einem mal wie die mir schon zu gut bekannte Elfin die Wirtschaft betrat. In ihrem Gefolge betrat ein Obsidianer den Gastraum. Mein Verdacht, dass die beiden zusammen den Weg beschreiten würden verdichtete sich. Die Elfin warf mir einen Blick zu von dem Sie glaubte, dass er wohl verführerisch sein sollte. Auf mich wirkte es jedoch eher abstoßend. Orm hingegen fand Sie sehr reizend und machte sich zu den beiden auf um sie zu fragen was sie in diese Wirtschaft führe. Daraufhin sagte die Elfin, das Sie uns gesucht hätten. Da Sie sich nicht gerade leise unterhielten, warf ich in das Gespräch ein, ob Sie sich wieder für den inhalt meiner Taschen interessieren würde. Sie sagte daraufhin, dass dies nur ein Missverständnis gewesen sein kann. Ich winkte ab und fragte warum die beiden uns den suchen würden. Daraufhin meinte Kira, die Elfe, dass Sie von Charboyya ebenfalls den Auftrag erhalten hätten in seine Heimatstadt zu reisen. Besser gesagt., würde Charboyya den beiden ebenfalls einer vereinbarten Lohn zahlen. Wenn Sie sich an der Aufgabe beteiligten. Meine Freund und ich zogen uns kurz zu beratungen zurück und wir einigten uns darauf, dass es nicht schaden könne noch einen weiteren tapferen Streiter unter uns zu haben. Die Elfin musste wohl leider auch mit aber der Obsidianer war uns willkommen. Ich sagte den beiden, dass wir am nächsten morgen sehr früh aufbrechen würden und drehte mich wieder zu meinen Freunden um, fest entschlossen die beiden zu ignorieren.
9. Doddul 1506 TH
Am nächsten morgen erfüllte sich meine Hoffnung.nicht, dass die beiden verschlafen würden oder sonst wie unsere Abreise verpassen könnten. Der schweigsame Obsidianer war mir fast schon ein wenig sympatisch wärend die schwatzhafte Elfin mir ein wenig die Nerven raubte. Ich lies Sie durch mein verhalten merken, dass mir an einem gespräch mit ihr nicht gelgen war und so hängte Sie sich an unseren grünen Krieger der über die plötzliche Aufmerksamkeit recht erfreut war.
>>Vielleicht ist es Orm ja doch nicht vergönnt allein
und einsam zu sterben?<<
Nachdem wir uns noch schnell mit ein paar Vorräten eingedeckt hatten verließen wir die Stadt. Charboyya war so freundlich gewesen uns eine Karte zur Verfügung zu stellen. Pyco hatte vorgeschlagen, den Fluss zu nutzen jedoch erwies sich das als unbrauchbare Idee, da der Fluss einen großen Bogen macht und wir fast die Hälfte der zeit brauchen würden, nur den Fluss zu erreichen, um dann anschließend noch einmal so lange mit einem Schiff bräuchten Hanto zu erreichen. Daher verlegten wir uns sogleich auf die Reise per Pedes. Die Landschaft verwandelte sich schnell in eine Art steppe, das heißt links und rechts des eher Trampelpfad zu nennenden Weges, erstreckten sich schier endlose Weiten einer Graslandschaft. Nur hin und wieder wurde dieser Anblick von einem verkrüppelten Baum oder einem Gebüsch unterbrochen. Der Tag verging ereignislos und gegen Abend verteilten wir die Wachen. Selbstverständlich ließen wir keinen unserer neuen Begleiter eine Wache allein übernehmen. Wir teilten uns so auf, das immer einer meiner Freunde mit einem neuen gemeinsam Wache tat.
10.-12. Doddul 1506 TH
Nachdem wir Märkteburg verlassen hatten, verwandelte sich die Landschaft zunehmend in eine karge Steppe. In den nächsten tagen kamen dazu immer mehr Büsche und Dornengestrüpp, welches den Weg oder vielmehr Pfad säumte.
Die Tage vergingen ereignislos ebenso wie die Nächte. Wie bereits in unserer ersten Nacht verteilten wir die Wachen. Mit der einzigsten Abweichung, ich ließ mich mit Merkinor dem Blutelfen einteilen, weil mir Kira zu sehr auf die Nerven fiel. Jedoch Orm tauschte gern den Platz mit mir. So dass auch hier Ruhe in unserer Gruppe herrschte.
13.-14. Doddul 1506 TH
Nach einer erfreulich uninteressanten Nacht, erwachten wir alle ausgeruht bereit für die Dinge, die dieser Tag für uns bereithalten wird. Wir machten uns auf den Weg. Gegen Mittag erblickten wir in der Ferne zu unserer linken eine Rauschsäule. Wie es schien näherten wir uns einem Dorf. Der Weg machte dann auch einen Knick, so dass wir direkt auf das Dorf zumarschierten. Als wir das Dorf schon sehen konnten, und eben am überlegen waren, wie man eventuellen Ärger mit den Dorfbewohnern aus dem Weg gehen könnte. Bog der Pfad wiederum nach Westen ab und wir konnten das Dorf in einiger Entfernung passieren. Der weitere Tag verging ereignislos. Und als der Abend graute ließen wir uns erneut zum Rasten ein Stück abseits vom Wege nieder. Die Wachen wurden wieder verteilt und auch diese Nacht brachten wir ruhig hinter uns.
Wiederum erfrischt machten wir uns auf den Weg. Etwa gegen Mittag sahen wir wieder am Horizont etwas Rauch aufsteigen. Wenig später sahen wir auch schon das Dorf, welches der Verursacher der Rauentwicklung war. Glücklicherweise führte auch hier der Pfad um das Dorf herum. Jedoch sehr nah. Die Bewohner des Dorfes versammelten sich in der nähe des Eingang und verfolgten Misstrauisch unseren Weg.
Nachdem wir die ursprüngliche Richtung wieder eingeschlagen hatten, begegnete uns den Rest des Tages kein Reisender und die Landschaft blieb wie Sie war. Öde und Leer. Der Elf hatte zwar seine Freude an dieser unberührten Landschaft. Aber einem Menschen wie mir wollte es nicht so recht gefallen. Als es dämmerte zogen wir uns wiederum ein Stück vom Weg zurück um die Nacht zu rasten.
Auch diese Nacht verging erfreulich ereignislos und erfrischt machten wir uns am nächsten morgen wieder auf den Weg.
15. Doddul 1506 TH
Wiederum am frühen Nachmittag erblickten wir eine Rauchsäule am Horizont aufsteigen. Auch dieses mal hatten wir keine Zweifel, würde es sich zeigen, dass wir demnächst ein Dorf zu sehen bekommen würden. Und tatsächlich konnten wir nur wenige Stunden später das Dorf bereits sehen. Dieses schien im Gegensatz zu den anderen Dörfern etwas mehr befestigt. Doch auf die Entfernung lies sich das schwer beurteilen. Kaum wurden wir dem Dorfe angesichtig, verließ ein Reiter den Ort und eilte uns entgegen. Als der Reiter uns erreichte konnten wir sehen, das es sich um einen durchschnittlichen Orc handelte. Er stellte sich uns als Rhamduc vor, den Ortsvorsteher von „Gelbbron“ wobei er auf das Dorf hinter sich zeigte. Er bat uns überraschend heute Nacht seine Gäste zu sein. Überrascht ob der Freundlichkeit nahmen wir seine Einladung gern an und folgten ihm nach Gelbbron. Weniger überraschend war, das die Bewohner der Ortschaft sich weit weniger freuten, dass wir Rhamduc folgten und seine Gäste sein würden.
Nachdem wir uns vorgestellt hatten und ein weniger fröhliches als üppiges Festmahl stattgefunden hatte fragten wir Rhamduc, was das zu bedeuten habe. Er sei freundlich, ja überschwänglich und bitte uns in sein Dorf, während der Rest seiner Mitbürger dem eher ablehnend gegenüberstehe. Er druckste ein wenig herum und wand sich durch verschiedene Ausreden. Schlussendlich bekamen wir nicht viel heraus aus ihm, sondern stattdessen unsere Hütte für die Nacht gezeigt. Die Hütte stand am äußersten westlichen Ende des Dorfes und damit direkt am Palisadenzaun, der das Dorf in weiten Teilen umgab.
Auch heute und vor allem wegen eines schlechten Gefühles stellten wir Wachen zusammen. Wie sich in der Nacht zeigen sollte sehr zu recht. Mitten in der 2 Wache in der zweiten Sunde nach Mitternacht weckten Merkinor und ich unsere Freunde auf. Da wir verdächtige Geräusche bemerkt hatten. Wir bewegten uns vorsichtig aus der Hütte und im nächsten Moment brach die Hölle um uns herum los. Eine Schar von Reitern drang von allen Seiten in das Dorf ein und steckte mit Fackeln die Häuser der Gelbbroner in Brand. Unser Sinn für Gerechtigkeit lies dies natürlich nicht zu und Orm und ich stürzten nach vorn um die Unholde anzugreifen. Pyco zauberte mal wieder eine seiner berühmten Eisflächen zusammen und drei unserer Gegner verloren umgehend das Gleichgewicht. Durch verschiedene Erfahrungen mit dieser Magie bewegte ich mich in die andere Richtung und griff einen der Reiter an. Dabei legte ich Wert darauf nur das Reittier zu schädigen, da auch die Angreifer bisher keinem der Gelbbroner ein Leid zugefügt hatten. Der Reiter des Tieres, welches ich angegriffen hatte landete mit einer blutigen Nase im Staub zu meinen Füßen und ich eilte zum nächsten Gegner. Orm hatte ebenso verfahren und damit waren bereits zwei unserer Gegner des Kämpfens nicht mehr fähig.
Chronon und Kira versuchten an die drei Gegner auf der Eisfläche heranzukommen. Da sie noch keine Erfahrungen mit dieser Form von Pycos Magie zu tun hatten, lagen sie wenig später ebenso wie die drei Angreifer auf dem Boden und versuchten wieder aufzustehen.
Merkinor verschwand für einen Moment aus meinen Augen als es plötzlich in der nähe der Hütte stockfinstere Nacht wurde. Aus diesem Dunkel drang keine Licht hervor. Doch ich hatte keine Chance länger darauf zu achten, da eine weiterer Reiter direkt an mir vorbei wollte. Auch diesem entfernte ich die Reitgelegenheit unter dem Hintern und wenig später lag er mit dem Gesicht voran im Staub.
Als die restlichen Angreifer sahen, wie es dreien oder vielmehr sechsen ihrer Freunde erging suchten die anderen schnell das Weite.
Doch welch Werk hatten Sie begonnen. Die Strohgedeckten Dächer der Gelbbroner standen zum größten teil in hellen Flamen und die Gelbbroner rannten wie aufgescheuchtes Vieh durcheinander.
Da ich bereit Erfahrung mit dieser Art von Situation hatte schnappte ich mir den nächsten vorbeilaufenden Gelbbroner am Kragen und zog ihn hinter mir her Richtung Brunnen. Dort sagte ich ihm, dass er anfangen solle Wasser zu schöpfen während ich weitere Helfer organisieren würde. Er nickte verstört und begann sich an die Arbeit zu machen. Ich rannte los den nächsten herumlaufenden einzufangen. Dabei lief mir Orm über den Weg, dem ich sagte, was ich zu tun beabsichtigte. Er rannte sofort ebenfalls los die Gelbbroner zur Arbeit zu schicken. Schon nach 5 Minuten hatten wir eine ordentliche Löschkette organisiert. Daher bewegte ich mich wieder zu meiner Kameraden zurück als ich lautes Geschrei hörte. Pyco hatte bereits vor einiger Zeit die Eisfläche aufgehoben und die drei Gegner wurde gerade von den Bürgern des Dorfes angegriffen. Als ich das sah, rannte ich los, den nächsten besten der in die Schlägerei verwickelt war beiseite zu reißen. Kira und Chronon, hatten es verstanden einen der Angreifer zu schützen. Doch zwei weiteren war es übel ergangen. Wir verjagten die Gelbbroner und schickten Sie zum löschen. Chronon und Kira bewachten unsere Gefangenen. derweil suchte ich Rhamduc. Als ich ihn gefunden hatte, wetterte er bereits gegen mich los, was uns einfiele die Angreifer zu beschützen. Daraufhin fragte ich ihn, ob es üblich sei in dieser Gegend Lynchjustiz zu begehen? Er wurde etwas kleinlaut um fortzufahren, das die von „Kirschenstein“ das verdient hätten. Ich sagte zu ihm, dass es wohl nun an der zeit wäre uns ein zwei Dinge zu erklären. Bei meinen Freunden angekommen, erzählte Rhamduc uns, das es einen einfachen Streit um Weidegründe ginge. Die Kirschsteiner beanspruchten Land, welches die Gelbbroner schon seit langer zeit nutzten.
Da uns diese Geschichte etwas zu einfach klang und auch nur mit Mühe aus Rhamduc herauszuholen war beschlossen wir die Kirschsteiner aufzusuchen um festzustellen, welche Wahrheit hinter seinen Worten steckte.
Wir forderten also unsere drei Gefangen und Rhamduc auf sich in Richtung Kirschstein in Bewegung zu setzen. Den Angaben nach musste es ganz in der nähe liegen. Rhamduc wollte sich zunächst weigern, doch gegen unsere Waffen und die großen Fäuste von Chronon, hatte er keine Chance. Laut schimpfend zog er also mit uns von dannen. Seine Mitbürger schauten uns dabei drohend hinterher, jedoch wagte es keiner uns anzugreifen.
16. Doddul 1506 TH
Schon ein paar wenige Stunden später erblickten wir wiederum ein paar Rauschsäulen am Horizont. Bevor wir jedoch den Ort erreichen konnten kam und eine Horde verschiedener Rassen entgegen allen Voran eine Elfin. Diese stellte sich uns als Noha vor. Sie wäre die Vorsteherin des Dorfes Kirschenstein. Und im übrigen würde sie sich mit Gesindel nicht Unterhalten. Ich erbat einen Moment ihrer Zeit und versuchte zu erklären, warum wir gekommen waren. Noha sagte uns, das es Richtig sei, das es eigentlich um Weidegründe ging. Jedoch sei es so, dass die Tiere der gelbbroner sich auf die Weiden der Kirschensteiner verirrt hätten. Daraufhin hätten die Kirschensteiner die Tiere zurück in die Richtung ihres Dorfes gejagt.
Die Gelbbroner jedoch hätten vor zwei Nächten versucht den Ort niederzubrennen. Mit einem wesen wie Rhamduc wolle Sie nicht zu tun haben. Rhamduc hingegen schien die Anschuldigungen gelassen hinzunehmen und erwiderte nur, dass die Tiere dort schon viel länger weideten und bisher Kirschenstein keinen Anstoß daran genommen hätte. So gingen die gegenseitigen Beschuldigungen noch ein Weilchen hin und her. Als es uns zu Bunt wurde, wollten wir von beiden das Versprechen, dass keiner den anderen Angreift. sondern Sie gemeinsam versuchten sollten Ihre Probleme zu lösen.
Darauf reagierte vor allem Rhamduc sehr gereizt. Und erst als sich unser neuer Begleiter Merkinor zu Wort meldete wurde er einsichtig. Merkinor schloß mit den Worten; „ werdet friedlich oder lebt mit euren Taten, Wir sind in zwei Wochen wieder hier und werden sehen wofür ihr euch entschieden habt.“ Damit drehte er sich um und ging langsam den Pfad weiter den wir nehmen mussten.
Uns blieb nur noch den drei Gefangen die Fesseln abzunehmen und beide Dorfältesten noch einmal an ihre Versprechen zu erinnern.
Wir wandten uns ebenfalls nach westen und holten nach kurzer Zeit Merkinor wieder ein. Gemeinsam schritten wir weiteren Abenteuern entgegen.
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