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5. Doddul 1506 TH
Nachdem wir unseren heldenhaften und vor allem siegreichen Kampf gegen die Löwenähnlichen Monster in den Höhlen bestanden hatten zogen wir ein kleines Stück des Weges weiter um einen Moment zu Rasten. Entgegen meinen Warnungen zogen es meine Freunde vor noch an diesem Tag dem Weg zu folgen um alsbald wieder das Licht des Tages zu sehen. Ich ließ mir meine Besorgnis nicht anmerken und übernahm, wie immer, die Spitze der Gruppe. Nach nur wenigen Kilometern hörten wir plötzlich ein seltsames Geräusch. Es klang ein wenig wie ein fliegendes Schiff. Doch wie sollte dies in diese Höhlen kommen? Bevor diese Frage zu einer Diskussion zwischen meinen Freunden und mir werden konnte erblickten wir drei wahrhaft riesige geflügelte Wesen. Die Legenden berichten von diesen Tieren als Dunkel oder Finsterrochen.. Das besondere Kennzeichen dieser Kreaturen war der unnatürlich lange Schwanz, der mit einem Kristall besetzt ist. Allein der Anblick der scharfkantigen Schneiden ließ hoffen, dass diese Wesen nur auf dem Weg an uns vorbei waren. Leider erfüllte sich dieser Wunsch, sehr zum Leidwesen vor allem unseres Windlings, nicht. Die drei Finsterrochen griffen uns mit einer Wut an, die mehr als nur Verwunderung auslöste. Nichts desto trotz wählten die Tiere die eindeutig falschen Gegner aus und liefen direkt in die stärksten Krieger und damit direkt in Ihren Tod. Zunächst versuchte der erste der Rochen Pyco aus seinem Thron zu werfen. Doch statt eines Erfolges in dieser Hinsicht erlebte der Rochen einen bösen magischen Gegenangriff, der ihn dermaßen betäubte, dass er besinnungslos in die Tiefe stützte und sich hernach nicht mehr regte. Der zweite nicht minder todesmutig versuchte sein Glück gegen mich und musste sowohl einen herben Angriff als auch eine hervorragende Riposte hinnehmen. Noch während meine Klinge in einem sirrenden Bogen durch Luft schnitt und ihm den Hals durchtrennte, Starb der Finsterrochen mit einem leidenden Blick. Der dritte Finsterrochen hatte sich als Opfer den kleinen Valentin ausgesucht. Und mit unserem Windling wäre es aus gewesen, wenn nicht Orm, Pyco und ich Rechtzeitig erschienen wären um auch das elende Dasein dieses Rochen zu beenden.
Kaum war auch dieser dritte Gegner verstorben, beeilte sich Valentin die leblosen Kadaver zu durchsuchen und vor allem die Kristalle zu bergen. Die wie sich zeigen sollte einigen Wert besaßen. Außerdem fanden sich an allen drei Rochen seltsam anzusehende . Ketten die an den Enden der Schwänze befestigt waren. Da Sie zum einen recht primitiv wirkten und außerdem schrecklich verschmutzt waren, wollte ich mit diesen Teilen nichts zu tun haben. Orm hingegen ließ es sich nicht nehmen, zum Zeichen der siegreichen Schlacht, eine der Ketten um den Hals zu hängen.
>>Mich schaudert immer wieder zu sehen wie roh doch dieser Elf in seinem innersten zu sein scheint.<<
Wir rasteten eine kleine Weile und setzten dann unseren Weg fort. Wie immer wurde auch dieses mal mein Vorschlag überhört eine längere Pause zu machen. Aus den letzten beiden Kämpfen bemerkte ich bereits , dass ich mich ziemlich überanstrengt hatte. Und musste befürchten bei einem neuerlichen Kampf nicht mit allen zur Verfügung stehenden Kräften kämpfen zu können. Noch während ich in diese Gedanken versunken war, hörten meine Kameraden wieder ein seltsames Rauschen. Zunächst noch sehr fern wurde es mit jedem Schritt ein wenig lauter. Und schließlich erblickten wir die Ursache für das Geräusch. Der verschwundene Fluss hörte mitten im Flussbett auf zu fließen! Zumindest schien es auf den ersten Blick so. Doch beim nächsten und genaueren hinsehen, konnte man erkennen, dass das Wasser irgendwie gestaut wurde und durch einen Tunnel in der rechten Wand verschwand. Von dort kam auch das wilde Rauschen. Das lies darauf schließen, dass es dort steil bergab ging. Die Ursache für die Stauung wurde uns auch wenige Momente später offenbar. Ein Wasserelementar hatte sich mit seinen ausgebreiteten Flügeln mitten im Flussbett niedergelassen und sorgte auf diese Weise dafür, dass der Fluss in dem Tunnel verschwand und nicht seinen herkömmlichen weg einhielt.
Als wir uns dem Elementar vorsichtig näherten um herauszufinden, was er den an dieser Stelle treibe und warum er seinen Sport nicht an einer anderen Stelle fortsetzen wolle, erschienen mit einem mal fünf Höhlentrolle aus einer Wandöffnung zu unserer rechten. Bevor wir es uns recht versahen, wurden wir alle mit Ausnahme unseres Throninhabers Pyco mächtig durchgeschüttelt. Da wir den Effekt bereits kannten, wussten wir, dass es sich um eine durch Elementarmagie hervorgerufene Erschütterung der Erde handelte. Doch allein das Wissen schützte uns nicht vor den Folgen. Man konnte sich kaum auf den Beinen halten und für jede meiner Aktionen brauchte ich mehr Konzentration und Kraft als sonst. Da ich immer noch ein wenig unter den vorrangegangenen Kämpfen litt, wollten mir meine Angriffe auch nicht so recht von der Hand gehen.
Doch bevor an einen Angriff unsererseits zu denken war, wedelte einer der Höhlentrolle mit einer Fackel herum und plötzlich schlug mit großer Wucht eine Feuerkugel unter uns ein. Glücklicherweise wurde keiner ernsthaft verletzt. Noch während wir uns wieder erhoben verschwand plötzlich Valentin um sofort wieder an der gleichen Stelle zu erscheinen. Ich dachte nicht weiter darüber nach sondern konzentrierte mich auf die Angreifer. Diese hatten mittlerweile die breite des Flussbettes überwunden. Allen voran hatte ein besonders hässlicher Krieger mit dem Angriff gegen uns begonnen. Dieser hässlichste aller Höhlentrolle erblickte Orm warf einen kurzen Blick auf die Kette des getöteten Finsterrochens und stürzte sich mit einem unmenschlichen Schrei auf Orm. Als er zum Schlag gegen den völlig überraschten Orm ausholte, wuchsen ihm plötzlich metallene Finger die zu fast 50 Zentimeter langen Krallen wurden.. Mit dieser tierischen Waffe griff er an und Orm ging mit einem lauten Schrei des Schmerzes zu Boden. Pyco schien wie erstarrt in seinem fliegenden Thron. Blieb also nur noch ich um die Trolle aufzuhalten. Ich stürzte mich auf den Tiermeister, der gerade Orm angegriffen hatte und attackierte ihn, so das er nach 10 Sekunden am Boden lag. Da es nicht meine Art ist wehrlosen den Pelz über die Ohren zu ziehen (egal wie hässlich der Pelz ist), suchte ich nach einem anderen Gegner. Mit einemmal klang die Stimme Pycos an mein Ohr, das ich ihn berühren sollte. Ich tat wie mir geheißen und wieder wurde die Erde von Stößen erschüttert. Diesmal jedoch machten mir diese Beben nichts aus. Aber ich sah, wie die Gegner nun einige Probleme mehr hatten sich auf den Beinen zu halten. Hiernach vereiste Pyco die Wand des Flussbettes an der wir uns befanden und der Gegner hatte es nun doppelt schwer uns zu erreichen. Wir hatten es aber auch nicht leichter zu ihm zu gelangen. Nach dieser Aktion versank Pyco wieder in einem Schweigen. Da dies nicht der rechte Moment war mit ihm zu diskutieren, wandte ich mich lieber dem nächsten Gegner zu und versuchte einen Angriff. Aus dem Augenwinkeln bemerkte ich, wie unser Windling für eine Sekunde zwei mal zu sehen war. Einmal an der alten stelle von der er sich nicht weggerührt hatte. Und einmal ca. 10 Meter weiter weg.. Auch dafür hatte ich keine Zeit und setzte meinen Angriff fort. Orm hatte sich mittlerweile wieder ein wenig erholt und setzte zum Angriff auf einen weiter weg stehenden Troll an. Pyco wurde nun auch wieder aktiv und schleuderte seine berühmten Pfeile gegen den an Wand stehenden Elementarmagier ab. Dieser schien zunächst nicht davon betroffen zu sein, doch in nach der nächsten Salve brach er Tod zusammen. Orm hatte mittlerweile den Boden des ehemaligen Bachbettes erreicht als Pyco einen lauten Warnschrei ausstieß. Ich schaffte es gerade noch einen Blick auf die Wasserwand zu werfen, als diese auch schon in sich zusammenfiel und alles mitriss was in ihrem Weg stand. Unter anderem gehörten dazu auch Orm und Pyco. sowie alle Trolle.
Ich stürmte sofort flussabwärts um meinen Kameraden sobald sie an der Oberfläche waren zu helfen. Dazu wickelte ich mein Seil ab und bereitete mich auf die Rettung vor. Doch zunächst schien alle Hoffnung vergebens. Nur hin und wieder sah ich in den schäumenden Massen eine Hand oder eine Ecke von Pycos unvermeidlichem Thron auftauchen. Doch schien die Strömung noch zu stark zu sein, denn sie schafften es nicht den Kopf aus dem Wasser zu bekommen. Unterdessen gelang dieses Meisterwerk einem der Trolle der triefend Nass und völlig fertig die Seite erklomm und, meiner angesichtig, sofort das Weiter suchte. Ich ließ ihn ziehen, hatten wir doch unser Ziel erreicht und ich machte mir zu viele Sorgen um meine Kameraden. Mit einem mal schoss Pyco aus den Fluten. Natürlich auf seinem Thron. Ebenfalls triefend vor Nässe kam er zu mir geflogen und ich sagte ihm, dass Orm noch nicht aufgetaucht sei. Während dessen hatte sich unser bisher so stiller Windling auf den Weg gemacht und verfolgte den Troll der zuerst aus dem Wasser gekommen war. Da er sich dabei ein wenig ungeschickt anstellte, lies der Troll seine Pläne das weite zu suchen fahren und machte kehrt sich dem neuen Feind zu stellen. Valentin diesem Troll allein nicht gewachsen zog sich fliegend über die Mitte des Flusses zurück, was dem Troll ein wütendes Geheul entlockte. Auch der zweite Troll der sich retten konnte gesellte sich hinzu, so das Valentin allein nicht mehr klar kam. Da ich immer noch mit der Suche nach Orm beschäftigt war konnte ich auch keine Sekunde an Valentin und seine selbstgeschaffenen Probleme denken. Da! Mit einem mal tauchte unser Grünhäutiger Freund mit den langen Ohren und dem kurzen Verstand wieder auf. Ich warf ihm das Seil zu und half ihm das Ufer zu erreichen. Ich war doch recht froh, dass er dieses Chaos überlebt hatte und schlug zunächst vor doch eine Pause einzulegen. Und zu meiner grenzenlosen Überraschung wurde mein Vorschlag diesmal angenommen. Für den werten Leser der sich fragt, was den aus Valentin geworden sei. Nun als ich mit Orm und Pyco an meiner Seite auf diesen zukam. Überlegten sich beide ihre weitere Zukunft noch einmal uns suchten kameradschaftlich und sehr eilig ihr Heil in der Flucht.
Als wir uns um das in aller eile errichte Lager gruppiert hatten, wandte ich mich an Pyco und fragte ihn, was das alles zu bedeuten hatte. Er lies sich auch nicht lange bitten und sagte, das er von Anfang an das Gefühl hatte, das dieser Elementar nicht von allein auf diese Idee gekommen sein kann. Also hätte er versucht mit dem Elementar ins Gespräch zu kommen. Ich schaute ihn verständnislos an und er sagte mir, das es Elementaristen unter bestimmten Umständen und in bestimmten Kreisen möglich sei, nicht nur Zwiesprache mit den Elementen zu halten, sondern auch mit mächtigen Wesen wie den Elementaren. Nickend akzeptierte ich die Erklärung und Pyco fuhr fort zu erzählen. Der Elementar hatte zunächst nicht Antworten wollen doch dann hätte Pyco erkannt, dass der Elementar zu den Taten gegen uns und die Tskrang gezwungen wurde. Pyco suchte also nach dem Beherrscher des Elementars und entdeckte ihn an der Wand stehend. Mit zwei Salven seiner magischen Geschosse brach der Magier zusammen und seine Macht über den Wasserelementar war gebrochen. Die Folge davon war natürlich, das die Stauung des Wasser von einem Moment zum nächsten verschwand. Pyco meinte abschließend, das dieser Höhlentroll ein ungewöhnlich mächtiger Elementarist gewesen sei und unmöglich seine Kenntnisse an diesem Ort gesammelt haben kann.
Nach einer längeren Pause, die wir alle dazu verwendeten unsere Wunden zu pflegen und uns zu erholen, besprachen wir unser weiteres Vorgehen. Die Mehrheit war der Meinung den Weg zu nehmen aus dem die Trolle erschienen waren, um herauszufinden, ob der Weg des Wassers nun wieder sicher sei.
Also machten wir uns auf den Weg und mussten nach einem langen und anstrengenden Fußmarsch feststellen, dass die Trolle eine beachtliche Siedlung errichtet hatten. Am Rande floss das Rinnsal entlang, zu dem der Fluss an dieser Stelle nun wieder geworden war. Dort wo er aus der Wand hervorkam stand eine Gruppe aufgeregter Trolle die heftig diskutierte und immer wieder in die Öffnung zeigte. Wir hielten uns vorerst in Deckung einiger Felsen und versuchten einzuschätzen, was passieren würde, wenn wie einfach aufstünden und den Höhlentrollen ein paar Fragen stellen würden. Nach Meinung der meisten von uns, würde diese Idee die letzte sein, die wir je hatten und darum beschlossen wir den weg zurück zu den Tskrang anzutreten.
6. - 8. Doddul 1506 TH
Der Rückweg unterbrochen von kleinen Pausen lies sich in einem guten Tage bewerkstelligen und die Tskrang empfingen uns königlich. Wir ruhten bei den freundlichen Tskrang und ihrer Lahalla V’liskra noch weitere zwe Tage aus, bevor wir uns wieder auf den Weg in die Halle von Throal machten. Die große Halle erreichten wir auch nach einem Fußmarsch wohlbehalten und liefen auch gleich unserem Auftraggeber in die Hände
doch dies ist eine andere Geschichte in einem anderen Buch.....
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